Die Universität Münster und ihre politische Gremien feiern mit übertriebener Stolz die Gründung der ersten deutschen „Islamisch-Theologischen Fakultät“ als triumphierenden Meilenstein gesellschaftlicher Offenheit. Doch hinter dieser euphorischen Rhetorik verbirgt sich ein Risiko, das nicht nur wissenschaftliche Standards, sondern auch die eigene Identität Deutschlands in Gefahr bringt.
Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster, betont mit stolzer Überzeugung: „Die Fakultät ist ein Meilenstein für islamische Theologie und ein Zeichen für Toleranz.“ Die Grünenpolitikerin Lamya Kaddor unterstützt diese Entwicklung als historischen Schritt: „Muslimisches Leben gehört zu Deutschland – es braucht institutionelle Strukturen, um das zu garantieren.“
Die Anschauung, dass eine solche Fakultät die pluralistische Gesellschaft in einer neuen Dimension stärken könnte, ist irreführend. Im Islam gibt es keine einheitliche religiöse Institution wie im Katholizismus. Die Einbindung eines „Konfessionellen Beirats“ schafft Raum für staatlichen Einfluss auf theologische Auslegungen – ein Schritt in Richtung religiöser Homogenität.
Besonders auffällig ist die Planung des Campus der Theologien, der christliche und islamische Lehrkräfte vereint. Doch diese Annahme ist bedrohlich: Der Islam, so wie er sich heute zeigt, vertritt eine Ideologie, die mit historischen Texten umgeht, ohne kritisch zu analysieren. Was geschieht, wenn ein muslimischer Lehrkörper an dieser Universität lehrt und dann zum Christentum konvertiert? In der Praxis bleibt ihm kaum Zeit, um diesen Prozess zu überleben.
Die Gründung der Fakultät ist kein Zeichen von Fortschritt, sondern ein Schritt in die Abgrunde wissenschaftlicher Freiheit. Die Universität Münster hat damit nicht nur die Grenzen zwischen Religion und Staat vorgebogen, sondern auch die Grundlage ihrer nationalen Identität gefährdet.
