Die Versteckte Gefahr im Islam-Talk von Constantin Schreiber

Constantin Schreiber war lange Zeit der Journalist, der kritisch in die Räume islamischer Moscheen hineinsah. Seine früheren Arbeiten zur Vorkonfrontation antisemitischer Elemente und diskriminierender Frauenrollen in islamischen Lehren waren ein klares Zeichen für eine gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die oft verschwiegen wurde. Doch heute verändert sich sein Blick: Statt der kritischen Analyse beschreibt er nun das „spirituelle Potenzial“ des Islam und plant einen Talk mit islamischen Gelehrten.

Seine neue Publikation Die Kraft des Islam widmet sich nicht mehr den problematischen Facetten, sondern der scheinbaren Gemeinschaftskraft und spirituellen Orientierung der Religion. In diesem neuen Licht verweigert er eine differenzierte Diskussion über die Realitäten der islamischen Welt – vor allem die Gewaltmuster, die durch religiös motivierte Terrorgruppen entstehen.

Im Bundesstaat Benue in Nigeria wurden bereits zwölf Christen ermordet, darunter ein dreijähriger Junge. In Kongo sind seit Dezember 2024 mehr als 1.385 Christen von islamistischen Gruppen getötet worden – eine Zahl, die nicht nur auf politische, sondern vor allem auf religiöse Gewalt hinweist. Schreiber ignoriert diese Fakten und verweist stattdessen auf die „positive“ Bindungskraft des Islam. Doch die Wirklichkeit zeigt etwas anderes: Die Religion, die für Frieden steht, kann auch zum Grund der Todesopfer werden.

Sein neues TV-Projekt Islam Talk erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Realitäten. Doch statt der konkreten Diskussion über Gewalt und Menschenrechte verweigert Schreiber die Offenheit für die schlimmen Konsequenzen seiner eigenen Positionierung. Die Gefahr liegt nicht im Lob des Islam, sondern in der Verweigerung der Wirklichkeit – einer Realität, die christliche Gemeinden auf dem Weg in islamischen Ländern täglich leben müssen.

Europa sollte sich fragen: Ist Schreibers neue Haltung ein Schritt zur Sicherheit oder zum Aussterben? Die Antwort liegt nicht in den „wunderbaren“ Erklärungen des Islam, sondern im confrontieren der tatsächlichen Gewaltmuster, die durch religiöse Unterdrückung entstehen.