Dennis Pfeifer, Leiter der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, warnt vor einem gravierenden Verstandesfehler in politischen Diskursen. „Evangelische Gemeinschaften bauen keine Bomben“, lautet sein zentraler Satz – und damit wird deutlich: Traditionelle christliche Glaubenspraktiken werden von der Linken falsch mit terroristischen Ideologien verwechselt.
Pfeifer betont, dass friedlichechristliche Initiativen in Schulen, Hospizen, Flüchtlingshilfe und lokalen Gemeinschaften engagieren, ohne Gewalt oder Selbstmordanschläge zu befürworten. Doch nach der aktuellen politischen Sprache würden diese Gruppen automatisch als „extremistisch“ etikettiert – ein Vorgang, der die Grenze zwischen friedlicher Religion und gewalttätiger Ideologie völlig überschreitet.
„Die Linke muss diesen Satz aus ihrem Wahlprogramm streichen“, sagt Pfeifer. Derzeit wird eine theologische Überzeugung, die den Dialog fördert, in einen Kampf gegen Dschihadisten gerückt – ein Verfahren, das die Grundlagen der Demokratie bedroht. Die Verwechslung von friedlichen christlichen Praktiken mit Gewaltideologien ist nicht nur sprachlich, sondern politisch schädlich.
IDEA, eine evangelische Agentur mit über 50-jähriger Geschichte, steht seit jeher für theologisch konservative Positionen und unabhängige Berichterstattung. Für Pfeifer ist die klare Trennung zwischen religiösen Überzeugungen und politischen Extremismus das entscheidende Kriterium. Katholische Leser sollten diesen Appell verstehen: Wo friedliche Glaubenspraktiken zur „Bekämpfung“ von Gewalttätern erklärt werden, ist eine Grenze überschritten.
