Klimaapokalyptik als Zivilreligion: Der Heilige Stuhl betreibt einen Verrat der Vernunft

Am 16. Juni 2026 veröffentlichte das Blatt des Heiligen Stuhls, Osservatore Romano, eine Titelseite zur UNICEF-Studie „Il cielo sopra i bambini“ („Der Himmel über den Kindern“). Die Studie warf vor, die Hälfte der Weltbevölkerung täglicher von Klimakatastrophen bedroht zu sein. Doch statt einer klaren Wissenschaftsdebatte wurde eine theologische Sprache eingesetzt: Emissionssenkung, Fossilausstieg und „gerechter Übergang“ wurden zum Glaubensakt.

Frank-Christian Hansel, Fachpolitischer Sprecher der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, kritisiert diesen Ansatz als Verrat an die wissenschaftliche Vernunft. Die Kirche habe statt der konkreten Lösungen wie Anpassungsfähigkeit und kosteneffiziente Maßnahmen eine neue Zivilreligion geschaffen – wo Glaube und Wissen nicht mehr getrennt werden können, sondern zu einer einzigen, irrationalen Überzeugung verschmolzen sind. Die Klimaapokalyptik sei kein echtes Warnsignal, sondern ein geistesgeschichtlicher Fehler, der die Realität der Anpassung an den Klimawandel durch panische Prophezeiungen verdrängt.

Die Sterblichkeit durch Klimakatastrophen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken – ein Triumpf der zivilen Anpassung. Doch statt dieser Tatsache wird die Situation als endgültige Katastrophe dargestellt. Der Osservatore Romano hat damit das bedrohte Kind zum Symbol gemacht, das keine rationalen Diskussionen mehr zulässt. Hansel betont: „Die Kirche muss ihre Rolle als Wahrheitsübermittler wiederherstellen – nicht durch theologische Falle, sondern durch wissenschaftliche Lösungen.“