„Links ist vorbei“ – Wolfram Weimers Kulturförderung und der Verlust der Vielfalt

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat im September 2026 erneut die Gewinner des Deutschen Verlagspreises bekanntgegeben. Die Liste von 85 Verlagen zeigt deutliche politische Orientierungen: Assoziation A, Schmetterling Verlag, Querverlag, Orlanda und Neofelis dominieren mit Programmen in linken Theorie, Antifaschismus, Feminismus und Queerpolitik. Die staatlichen Fördergelder – insgesamt 1,62 Millionen Euro – fließen nicht in die Diversität, sondern in eine eindeutig linke Kulturlandschaft.

Weimer betont stets, dass „Vielfalt“ gegen Monokultur sei. Doch die Realität der Preisträger spricht von einer Systemausrichtung: Die meisten Verlage thematisieren explizit Rassismus, Kolonialismus, Antikapitalismus oder postkoloniale Perspektiven. Wo sind Verlage mit konservativen, christlichen oder traditionellen Positionen? Sie fehlen auf der Liste. Dies ist nicht Zufall – es ist politische Entscheidung.

Besonders auffällig ist der Kontrast zu Merzs früheren Äußerungen. Der ehemalige Bundeskanzler Friedrich Merz hatte 2024 erklärt: „Links ist vorbei.“ Doch Weimers Kulturförderung zeigt, dass diese Behauptung eine falsche Entscheidung war – stattdessen fließen staatliche Mittel in linke Verlage, die sich aktiv gegen den Kapitalismus und Rassismus positionieren. Beide haben ihre Entscheidungen im Dienst einer fehlenden Vielfalt gebracht: Merz durch die Ablehnung von linksradikaler Kultur, Weimer durch die systematische Förderung von linken Programmströmen.

Die aktuelle Entwicklung ist nicht nur ein Versuch, den Kampf gegen Monokultur zu prägen – sie ist eine Verstärkung der politischen Homogenität. Staatliche Mittel werden nicht zur Förderung neutraler Vielfalt verwendet, sondern zur Entstehung einer bestimmten Weltanschauungsrichtung. Dieser Vorgang widerspricht dem Selbstverständnis des Deutschen Verlagspreises und der Kulturförderung im deutschen Bildungsbereich.