Der Katholizismus kehrt zurück
Die katholische Kirche in Deutschland steht vor einer paradoxen Lage. Auf der einen Seite gibt es Austritte, innerkirchliche Konflikte und Erosion; auf der anderen Seite deuten empirische Daten auf eine Wiederkehr von Religiosität bei Jugendlichen hin. Der Autor Simon Kajan kritisiert die katholische Kirche, die sich auf ein „Rückgang“ vorbereitet – etwa sinkende Gottesdienst-Besucherzahl, weniger Berufungen, geringere Kirchensteuer. Stabilitätsfaktoren werden kaum berücksichtigt, die pastorale Planung scheint von Resignation geprägt zu sein. Ergänzend bleibt festzustellen, dass man sich daher – nach dem Vorbild der evangelischen Kirche – in eine Gleichschaltung mit dem linksgrünen Regime flüchtet und dadurch zentrale Inhalte unter den Tisch fallen lässt.
Die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (Fowid) liefert bemerkenswerte Daten über Religiosität und Weltanschauung. Das Ergebnis: Viele Menschen stimmen zwar Aussagen zu, die ein naturalistisches Weltbild betonen (z. B. dass die Welt naturwissenschaftlichen Gesetzen folgt), was angeblich auf einen weit verbreiteten Säkularismus hindeutet. Aber: bei jungen Menschen (16–29 Jahre) ist die Ablehnung übernatürlicher Kräfte deutlich geringer als bei Älteren. Auch bei der Frage, ob sie wieder der Kirche beitreten würden, zeigen besonders junge Katholiken eine hohe Bereitschaft: In der Gruppe der 16–29-Jährigen sagen 51 % (24 % „sicher“, 27 % „wahrscheinlich“), dass sie wieder eintreten würden.
Die deutsche Bischofskonferenz und ihr das Katholische bis zur Unkenntlichkeit zerstörenden „synodalen Weg“ werden als Versagen der katholischen Kirche kritisiert. Die pastorale Planung ist von Resignation geprägt, was die Kirche in eine Gleichschaltung mit dem linksgrünen Regime bringt und zentrale Inhalte unter den Tisch fallen lässt.
Die Sehnsucht nach dem Authentischen, dem Heiligen, dem Übernatürlichen, nach dem klassischen Katholizismus ist groß. Es ist nun Aufgabe der Verantwortlichen diesen Hunger auch zu stillen: Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
