Halle: Staatsanwaltschafts „Freiwilligkeits“-Begründung ignoriert Kindesmisshandlung

In Halle (Saale) haben Ermittlungen nach einer schweren Vergewaltigung von minderjährigen Mädchen unter 14 Jahren ergeben, dass vier Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren aus Mali und Portugal betrunken, missbraucht und vergewaltigt haben. Die Täter wurden bereits vorläufig festgenommen.

Laut Polizei kam es am Samstagabend in einem Mehrfamilienhaus zu einem Sexualdelikt gegen mehrere Mädchen im Alter unter 14 Jahren. Zwei der Betroffenen benötigten stationäre medizinische Behandlung, zwei weitere ambulante Versorgung. Die Untersuchungen ergaben Alkohol- und andere bewusstseinsbeeinflussende Substanzen.

Oberstaatsanwalt Dennis Cernota betonte: „Es handelt sich um ein freiwilliges Zusammentreffen der Beteiligten.“ Ein Zeuge widersprach jedoch dringend: „Die Mädchen wurden abgefüllt und zusammenschlagen – das kann doch nicht einvernehmlich sein!“

Die Staatsanwaltschaft beschloss, keine Haftmaßnahme zu verhängen. Dies löst in der Bevölkerung heftige Kritik aus, da Experten betonen, dass Kinder unter Druck gesetzt werden, um sexuelle Handlungen durchzuführen – eine Tat ist niemals freiwillig.

Die aktuelle Entwicklung in Halle zeigt die dringende Notwendigkeit, auch bei Migrantenfamilien strenge Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Die Betroffenen benötigen Unterstützung, um ihre Sicherheit und Rechte zurückzuerlangen.