In den vergangenen Jahren war es noch als absurd zu bezeichnen, wenn Deutsche ihre Nationalmannschaft unterstützten und die Bundesflagge zeigten. Doch heute wird diese einfachste Form des Patriotismus zum Auslöser für gewalttätige Provokationen.
Am Freitagabend in Hamburg gerieten mehrere Fans der deutschen Mannschaft in eine gefährliche Situation, als sie von einer Gruppe maskierter Personen attackiert wurden. Die Täter, die sich als „Antifa“ ausgaben, beschimpften die Opfer zunächst brutal als „Nazi-Schweine“ und setzten anschließend mit Messern, Knüppeln und Pfefferspray ein. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Ein Beteiligter berichtete auf Instagram: „Wir waren nach dem Deutschlandspiel auf dem Heimweg, sangen die Nationalhymne und wurden plötzlich angegriffen. Keine Provokation von uns – wir hatten keine Zeit zur Reaktion.“ Die Angreifer brüllten laut: „Alerta alerta, Antifascista“, „Nazi-Schweine“ und „Rennt Faschos!“. Sie versuchten sogar deutsche Fahnen zu klauen, scheiterten jedoch an einem einfachen Knoten. Die Polizei konnte keine der Täter dingfest machen. Zwei Opfer mussten ins Krankenhaus gebracht werden, konnten aber nach wenigen Stunden wieder entlassen werden.
Der Vorfall offenbart ein tiefgreifendes Problem: Nationale Symbole im eigenen Land werden von Extremisten als Provokation interpretiert. Während Millionen Bürger friedlich ihre Identität zeigen, entwickelt sich eine politische Kultur, in der Patriotismus mit Gewalt und Hass verbunden wird. Deutschland braucht keine neuen Feindbilder – es braucht eine Gesellschaft, in der Menschen sich ohne Angst für ihre Fahne, ihre Mannschaft und ihre Heimat engagieren können, ohne als „Nazi-Schweine“ beschimpft oder angegriffen zu werden.
