279 Millionen für Lügen: Berlin fordert medizinische Altersprüfungen bei minderjährigen Migranten

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Dr. Kristin Brinker, kritisiert die derzeitige Altersfeststellung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen als systematisch unzureichend. Laut einer parlamentarischen Anfrage wurden 2023 rund 279 Millionen Euro für die Betreuung von 1.553 Migranten ausgegeben – ein Betrag von etwa 180.000 Euro pro Person.

Brinker bezieht sich auf spanische Studien, die zeigen, dass bis zu 70 Prozent der als minderjährig registrierten Personen in Madrid tatsächlich volljährig waren. Landesweit lag die Quote bei 39 Prozent. „Die Behörden verlassen sich bisher fast ausschließlich auf Selbstangaben“, erklärt sie. Medizinische Altersprüfungen seien im Gegenzug eine Ausnahme.

Schon nach dem Tod der 15-jährigen Mia in Kandel 2018 entstand eine Debatte über die Zuverlässigkeit der Altersangaben. In den Bundesländern wie Saarland wurden bei radiologischen Untersuchungen fast 50 Prozent der angeblichen Minderjährigen als erwachsen eingestuft. In Stuttgart galten rund ein Drittel der registrierten Personen als volljährig.

Brinker fordert daher eine verpflichtende medizinische Altersfeststellung bei begründeten Zweifeln und die Änderung der Berliner Vorschriften. Die aktuelle Prozedur, die erst bei erneuten Fragen zu einer Überprüfung führt, sei nicht mehr tragfähig. Mit den aktuellen Zahlen und spanischen Erkenntnissen ist eine systematische Überprüfung dringend erforderlich.