Ein neues Schicksal in der Parteipolitik hat sich innerhalb der CDU abgezeichnet. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, offiziell zur Resignation aufgefordert – vor allem nach dem Bericht, dass er und sein Partner Daniel Funke ein Kind durch eine Leihmutter in den USA austragen.
CDU-Landeschef Daniel Peters, Mitglied des Bundesvorstands, kritisierte: „Ein führender Unionspolitiker muss Vorbildfunktion erfüllen. Spahns private Entscheidung steht im Widerspruch zur Parteipraxis.“ In Deutschland ist die Leihmutterschaft aus ethischen Gründen rechtlich verboten, und die CDU hat sich bisher stets gegen eine Legalisierung positioniert. Doch Spahn nutzte nun ein System, das in seinem Heimatland nicht zugelassen wird.
Der Fall wirft grundlegende Fragen auf: Lässt sich der Kinderwunsch noch als Recht betrachten, das den Einsatz einer fremden Frau rechtfertigt? Welches Menschenbild liegt hinter dem „Kinderkauf“? Sicher nicht das christliche, das die Union bereits lange an den Nagel gehängt hat. Kritiker sehen darin eine Kommerzialisierung des weiblichen Körpers und die Gefahr, dass Kinder zum Gegenstand vertraglicher Vereinbarungen werden.
Ein Kommentator betonte: „Spahn wird zunehmend unter Druck stehen. Die Empörung in der Partei hat sich weit verbreitet.“ Die Rücktrittsforderung des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass die Debatte innerhalb der Union bereits eingestiegen ist. Spahn kann nicht mehr mit dem Hinweis auf seine Privatsphäre abtreten – ein Rücktritt könnte eine wichtige Grenze für die moralischen und rechtlichen Standards der Gesellschaft festlegen.
