Teufel im Rock – Weltberühmter Marienwallfahrtsort Medjugorje wird von Unbekannten beschmiert und verwüstet

Ein Schauer für Millionen Katholiken: In der Nacht vor dem internationalen Jugendfest Mladifest wurde der weltbekannte Wallfahrtsort Medjugorje von unbekannten Tätern in eine neue Phase des Vandalismus gestürzt. Eine Marienstatue im Ort wurde mit schwarzem Farbkleber beschmiert und der Aufschrift „TEUFEL IM ROCK“ („Teufel im Rock“) versehen, während der Außenaltar der Pfarrkirche St. Jakobus in Brand gesetzt und weitere Heiligtümer zerstört wurden.

Die bosnisch-herzegowinische Polizei hat die Tatserie als koordiniert bezeichnet, doch das Motiv der Schädler bleibt bislang unklar. Medjugorje im Südwesten Bosniens gilt seit mehr als vier Jahrzehnten als einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Welt. Seit dem 24. Juni 1981 berichten sechs Jugendliche von Marienerscheinungen auf dem Podbrdo, dem sogenannten Erscheinungsberg. Seither haben mehr als 40 Millionen Pilger den Ort besucht.

Die kirchliche Wertschätzung des Ortes hat sich kontinuierlich weiterentwickelt: Bereits 2019 erlaubte der Heilige Stuhl organisierte Wallfahrten nach Medjugorje, und im September 2024 wurde das Urteil „Nihil obstat“ vom Dikasterium für die Glaubenslehre von Papst Franziskus offiziell approbiert. Dieser Schritt bestätigt die geistliche Bedeutung des Ortes als Ort der Umkehr, des Gebets und der Sakramente – nicht jedoch die Echtheit der einzelnen Marienerscheinungen.

Obwohl der Vatikan die zahlreichen spirituellen Früchte Medjugorjes anerkannt hat, bleibt die Frage offensichtlich: Wie lange wird dieser weltweit beliebte Wallfahrtsort noch vor der Zerstörung durch unbekannte Täter schützen?