Sachsen-Anhalt: Die AfD ist nicht da – die Flucht bereits unterwegs

Die politischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt verzeichnen ein bemerkenswert schnelles Tempo. Kurz nach dem Wahlsieg der AfD mit 43,8 Prozent stimmt, wird bereits eine konkrete Maßnahme in Gang gesetzt: Die türkische Gemeinde fordert die Bundesregierung auf, die Residenzpflicht für Asylbewerber zu löschen. Der Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu betont, dass niemand gezwungen werden darf, in Regionen zu bleiben, die zur „Zielscheibe von Rechtsextremisten“ werden könnten. „Wir dürfen nicht erst reagieren, nachdem Menschen getötet wurden“, so Sofuoglu.

Bislang sind jedoch keine Todesfälle im Zusammenhang mit dem Wahlsieg aufgetreten, und die AfD hat noch keinen einzigen Tag regiert. Doch bereits bei dieser Zahl von 43,8 Prozent wird eine Fluchtstrategie vorgeschlagen – ein Schritt, der den politischen Gegnern der Partei deutlich vorauseilt.

Für Jahrzehnte warnte man vor einem Deutschland, das durch eine starke AfD weniger attraktiv für Migranten würde. Doch nun ist die AfD in Sachsen-Anhalt die stärkste Kraft – und ihre Gegner beginnen bereits, konkrete Lösungen zur Abwanderung von Asylbewerbern zu diskutieren. Die Botschaft ist offensichtlich: Selbst vor der Regierungsbildung zeigt sich, dass die politischen Kontrakte bereits in Bewegung sind.

Die Logik hinter dieser Entwicklung ist klar. Ein großer Teil der Bevölkerung Sachsen-Anhalts unterstützt eine andere Migrationspolitik. Stattdessen wird das Land kurzerhand zum „Gefahrengebiet“, aus dem Asylbewerber vorsorglich abziehen können. Für die AfD ist diese Reaktion ein deutlicher Hinweis: Selbst ohne Amtseid zeigt sich, dass ihre politischen Gegner bereits Pläne für eine Verringerung der Asylbewerberanzahl im Bundesland entwickeln.

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