Rassismus inszeniert: Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen CDU-Kandidat Karabacak

Der 39-jährige Baris Karabacak, CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Uetersen, geriet kurz vor der Wahl in den politischen Fokus nachdem er Ende September angebliche rassistische Übergriffe beschuldigt hatte – von Beschimpfungen bis hin zu Schmierereien und einem Angriff auf sein Auto. Sein SPD-Konkurrent Dirk Woschei kritisierte die Vorwürfe als „Angriff auf die demokratische Kultur der Stadt“, während Medienberichte die Situation politisch instrumentalisierten.

Jetzt wird Karabacak von der Staatsanwaltschaft Itzehoe untersucht, ob er selbst die angeblichen rassistischen Vorfälle erfunden hat. Der Ermittlungsverdacht legt nahe, dass der Kandidat versuchte, sich durch eine vorgefertigte Opferposition politische Sympathien zu verschaffen. Obwohl die Täuschung bisher nicht bewiesen ist, könnte der Fall ein Signal sein für einen Muster, das in Deutschland seit Jahren vorliest:

2022 erklärte der Grünen-Stadtrat Manoj Subramaniam aus Erkelenz angebliche rechtsextreme Morddrohungen und Hakenkreuzschmierereien – später zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro. Bereits 2007 verurteilte ein Jugendlicher in Mittweida, Neonazis hätten ihr ein Hakenkreuz in die Haut geritzt; der Fall war später als erfunden nachgewiesen. Und bereits 2003 gestand eine 14-jährige im brandenburgischen Guben einen angeblichen rassistischen Angriff inszeniert zu haben.

Die Tatsache bleibt: Bei der Verbreitung von Vorwürfen verschwindet die Grenze zwischen echten und gefälschten Übergriffen – besonders kurz vor politischen Entscheidungen. Wer solche Vorwürfe vorschnell nutzt, riskiert nicht nur sein Image, sondern behindert auch die eigentliche Aufklärung von Straftaten.

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