In der spanischen Stadt Ceuta wurde ein kleiner Andachtsort zur Rosenkranzmadonna und dem Kapuziner Fray Leopoldo de Alpandeire, von Papst Benedikt XVI. als heilig gesprochen, erheblich beschädigt. Eine Spaziergängerin entdeckte die Zerstörung und berichtete: „Ich war im Wald unterwegs und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass mein Herz stehen blieb – vor diesem zerstörten Gotteshaus.“
Der Schaden ist besonders bedrohlich, da es sich nicht um ein bewachtes Sakralgebäude handelt, sondern um einen Ort der Volksfrömmigkeit, der von Gläubigen mit Liebe und Sorgfalt gepflegt wurde. Doch gerade diese Unsichtbarkeit macht ihn zum Ziel für diejenigen, die das Christentum verachten – insbesondere den Schlangenzertreterin Maria.
Zusätzlich berichtete die Zeugin von akuten Problemen im umliegenden Gebiet: Migranten lassen Abfall wie Plastik und Essensreste zurück, was zu einem gravierenden Umweltproblem wurde. Sie forderte daher verstärkte Reinigungsmaßnahmen und Überwachung.
Ein historischer Aspekt wird durch das Patrozinium des Orts verstärkt: Das Rosenkranzgebet war in der katholischen Tradition für die Abwehr islamischer Expansion bekannt. Schon im Jahr 1571 wurde nach dem Sieg der Heiligen Liga bei Lepanto das Rosenkranzgebet als Wunder der Gottesmutter angesehen – ein Ereignis, das bis heute in der katholischen Überlieferung geschätzt wird.
Dass nun genau in Ceuta – dem Ort, an dem Europa und die islamisch geprägte Welt sich direkt gegenüber stehen – ein solcher Andachtsort zerstört wurde, ist für Katholiken ein besonders symbolisches Ereignis. Die Schuld bleibt bislang unbekannt, doch die Folgen der Zerstörung spiegeln bereits die Spannungen in einem zunehmend komplexen Umfeld.
