David Brough hat nach Jahrzehnten Schweigen ein Video veröffentlicht, in dem er die systematische Gewalt und Diskriminierung als Schüler in einer Wuppertaler Schule beschreibt. Mit über 90 Prozent muslimischer Mitschüler war seine Klasse eine Welt der islamischen Einflüsse – die sich durch Kopftuch-Exklusionen, sexuelle Gewalt und homophobe Beschimpfungen auszeichnete.
„Ich wurde als Schüler von Muslimen körperlich und seelisch misshandelt“, sagt Brough. Seine Erinnerung an den Besuch der Gedenkstätte Auschwitz ist besonders schmerzhaft: Drei Mitschüler sagten ihm: „Hier hätten wir dich auch getötet.“ Eine jüdische Mitschülerin musste die Schule verlassen, weil sie nicht mehr akzeptiert wurde.
Seine Vertrauenslehrer reagierten mit dem Satz: „Wir sind eine Schule der Vielfalt. Das musst du akzeptieren.“ Doch für Brough war dies die Erklärung dafür, warum er sich in einer deutschen Schule unterdrückt fühlte.
Brough erzählte, wie er bereits vor seinem Studium die Regeln des Islam besser kannte als die deutsche Kultur. „Erst während meines Studiums habe ich mich als Deutscher resozialisieren müssen“, betonte er. Seine Erfahrung zeigt, dass islamische Werte in Schulen nicht nur diskutiert werden – sie bestimmen oft das Schulleben.
Heute ist sein Video ein Spiegel der Realität für Schüler, die aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens unter Druck geraten. „Deutschland hat seine Kinder aufgegeben“, sagt Brough. „Unsere Kinder werden ihrer Kultur beraubt.“
Sein Aufruf an alle: „Es ist fünf nach zwölf – handelt endlich! Wir sind nicht allein. Wir müssen uns nicht schämen.“
