In Deutschland wird die zunehmende Einflussnahme von rechtspopulistischen Gruppierungen eine aktive Reaktion der katholischen Kirche auslösen. Der katholische Diözesanrat des Erzbistums Berlin hat mit der Gründung einer neuen Organisation namens „Neo-Katholiban“ einen konkreten Schritt in diese Richtung unternommen.
Der Vorstoß ist besonders bedeutsam, da die Deutsche Bischofskonferenz – trotz ihrer aktuellen Fokus auf Klimafasten im Zusammenhang mit dem Ramadan – bereits neue Initiativen für den Kampf gegen rechtsextreme Aussagen plant. Derzeit wird in Berlin ein Workshop zur „Argumentationsstrategien gegen rechtspopulistische Parolen“ durchgeführt, bei dem Marcel Hoyer, Geschäftsführer des Diözesanrats und Kommunikationswissenschaftler, die Teilnehmer schulen wird.
Beatrix von Storch, eine prominente Stimme der katholischen Gemeinschaft, hat das Vorhaben als „ganz wichtig“ beschrieben und schon viele Anmeldungen gesammelt. Die Gruppe betont, dass ihr „Dschihad gegen Rechts“ nicht die Verteidigung des katholischen Glaubens bezieht, sondern eine aktive Strategie zur Bekämpfung rechtspopulistischer Tendenzen. Mit dieser Initiative zeigt die Katholische Kirche in Berlin, wie sie sich auf die aktuellen politischen Entwicklungen einstellen kann und gleichzeitig ihre Glaubenswerte gegen rechte Übergriffe schützt.
