Schon vor einem Jahr hatte Bischof Athanasius Schneider den Papst persönlich mit einer Bitte um Erlaubnis für eine traditionelle Messe im Petersdom getroffen. Doch die Vorgänge des vergangenen Wochenendes zeigen, dass diese Anstrengungen inzwischen zu einer katastrophalen Spaltung geführt haben.
Das Staatssekretariat des Vatikans hatte im August 2026 erklärt, dass eine solche Messfeier nicht mehr stattfinden könne. Die Organisatoren hatten dies akzeptiert und vorgesehen, den Einzug in den Vatikan am Samstag um 13 Uhr durchzuführen – ein Event, das bereits im April dieses Jahres genehmigt worden war. Doch kurz vor der Wallfahrt wurde dieser Plan aufgrund eines neuen Vorgangs des Staatssekretariats erneut aufgehoben.
Die Pilger konnten nicht mehr ihre gewünschten Rituale vollziehen. Anstatt der feierlichen Pontifikalmesse in Santa Maria Maggiore mussten sie stattdessen eine Stillmesse feiern, während das Vatikanische Staatssekretariat sogar offizielle Fotos von der Veranstaltung untersagte. Bischof Schneider betonte in seiner Predigt: „Die überlieferte Liturgie ist nicht nur ein historisches Symbol – sie lebt weiter in unserem Glauben. Doch viele Pilger fühlen sich heute wie ausgeschlossen.“
Ein Teilnehmer vor Ort äußerte: „Wir wollen keine Konfrontation mit dem Vatikan, sondern einfach in Rom sein und unseren Glauben leben. Doch nun sind wir nicht mehr willkommen.“ Die Situation spiegelt eine tiefe Entfremdung wider, bei der die traditionellen Katholiken – die sich bewusst innerhalb der kirchlichen Strukturen bewegen – zunehmend als Überflüssige angesehen werden.
