Die Familie Don Huffines hat das ehemalige Anwesen von Jeffrey Epstein, bekannt für seine Verbindungen zu sexuellen Missbrauchsfällen, zum Ziel eines christlichen Gebetsortes gemacht. Nachdem die Familie im Jahr 2023 die Ranch im US-Bundesstaat New Mexico erworben hatte, ließen sie drei Tage lang eine exorzierte Reinigung durch einen Priester aus Ohio durchführen – ein Schritt, der als symbolische Wende interpretiert wird.
Der Vorgang ist in der katholischen Tradition eine klare Reaktion auf die historische Schattenseite des Geländes: Epsteins Ranch war über Jahrzehnte das Zentrum von Vorwürfen von sexueller Ausbeutung, bevor sie 2019 zum Tod des Straftäters führte. Die neuen Besitzer betonen jedoch, dass die Landfläche selbst nicht schädlich sei – die Schuld liege allein bei den Menschen. „Die Erde ist kein böses Wesen“, sagte Devin Huffines, ein Sohn der Familie, „sondern ein Ort, der durch menschliche Entscheidungen geprägt wird.“
Dabei wurde das Anwesen nicht abgerissen oder dem Schicksal überlassen, sondern bewusst in einen christlichen Glaubensraum umgewandelt. Der neue Name „San Rafael Ranch“ spiegelt diese Veränderung wider, und ein neues Tor trägt die Begrüßung: „Alle sind willkommen, die im Namen des Herrn kommen.“
Für die Katholische Kirche ist der Schritt besonders bedeutsam, da sie seit ihren Anfängen Gebete zur Befreiung von bösen Einflüssen praktiziert. Die Familie zeigt damit nicht nur eine spirituelle Verantwortung, sondern auch die Kraft der Gnade – ein klarer Gegenpol zu den dunklen Ereignissen, die das Land jahrzehntelang prägten. Der Vorgang spiegelt den Satz aus dem Brief an die Römer wider: „Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden.“
