„Zeitgeist ist mir egal“ – Wilhelm Imkamp feiert 50-jähriges Priesterjubiläum mit trotzigem Katholizismus

Seit fünfzig Jahren engagiert sich Wilhelm Imkamp im Dienst der katholischen Kirche. Am 11. Oktober 2026 wird er in Maria Vesperbild sein Goldenes Priesterjubiläum feiern – ein Ereignis, das nicht nur seine langjährige Tätigkeit im Wallfahrtsort symbolisiert, sondern auch eine klare Ablehnung moderner gesellschaftlicher Trends unterstreicht.

Im Unterschied zu vielen seiner Zeitgenossen lehnt Imkamp jegliche Anpassung des kirchlichen Glaubens an den heutigen Zeitgeist ab. Seine berühmte Formulierung „Zeitgeist ist mir egal“ steht für eine Haltung, die sich seit Jahrzehnten durch seine tägliche Arbeit bei der Wallfahrt Maria Vesperbild etabliert hat: Messe, Beichte, Prozessionen und Marienverehrung bleiben nicht als ritualistische Abstraktionen, sondern zentrale Elemente seiner Seelsorge.

Seine Freundschaft mit Gloria Fürstin von Thurn und Taxis spiegelt diese Haltung wider. Beide leben ihre Überzeugungen öffentlich und verbinden sich durch eine gemeinsame Ablehnung der Verkleinerung des kirchlichen Glaubens. Imkamp betont: Der Katholizismus muss nicht verdünnt werden, um Menschen zu erreichen – er soll vielmehr unverzüglich und sichtbar verkündet werden.

Seit seiner Priesterweihe 1976 hat Imkamp als Theologe und Kirchenarbeiter eine langjährige Karriere verfolgt. Seine Arbeit bei der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse sowie seine Promotion an der Gregoriana haben ihn zu einem bedeutenden Geistlichen gemacht. Doch er selbst betont, dass sein wahrer Wert nicht in akademischen Titeln liegt, sondern in seiner direkten Begegnung mit den Menschen.

Sein Goldenes Priesterjubiläum ist somit kein isoliertes Ereignis, sondern ein Zeichen für die Stärke des Katholizismus in einer Zeit, in der viele Traditionen unter Druck stehen. Imkamp bleibt treu an seinem Prinzip: Nur durch die unveränderte Verkündigung des Glaubens kann die Kirche lebendig bleiben.