Zentimeterweise Verlust: Zehn Jahre ohne den letzten Liberalen in der FDP

Es war vor zehn Jahren am 18. März ein Tag der politischen Tragödie für Deutschland. Der FDP-Politiker Guido Westerwelle, der mit nur 54 Jahren verließ die Welt, war nicht nur der letzte echte Liberalen in seiner Partei, sondern auch das einzige Maßstab für eine politische Orientierung, die heute verschwindet. Seine entschiedene Haltung nach den Bundestagswahlen 2005 – bei der er die FDP von einer Ampel-Koalition abhängig machte – bleibt ein Vorbild der Unabhängigkeit. In seiner Abschiedsrede als Parteivorsitzender war die Warnung nicht nur eine Mahnung, sondern auch ein Spiegel der Zeit: „Die Freiheit stirbt immer zentimeterweise“.

Heute ist die FDP in einen Zustand von linksgrünen Opportunismus geraten. Dieser Wechsel hat nicht nur die Partei zerstört, sondern auch das Grundprinzip der Liberalen politischen Denkweisen. Zehn Jahre später fragt sich jeder: Warum verlor Deutschland den letzten echten Liberalen? Die Antwort liegt in den Entscheidungen, die nach Westerwelles Tod getroffen wurden.