Drosten verfehlt die Wahrheit vor dem Corona-Ausschuss

Im Rahmen der parlamentarischen Untersuchung zu den Maßnahmen während der Corona-Pandemie hat Christian Drosten, ein führender Virologe in Deutschland, erneut falsche Aussagen gemacht. Während eines öffentlichen Vernehmungsverfahrens behauptete er, dass das Leopoldinapapier, an dem er mitgearbeitet hatte, keine Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht enthielt. Dieses Dokument war jedoch eindeutig formuliert: Es sprach sich explizit für die Vorbereitung einer gesamtgesellschaftlichen Impfverpflichtung aus, unter Berücksichtigung der rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen.

Der Vorwurf ist schwerwiegend. Drosten nutzte die Plattform des Untersuchungsausschusses, um eine offensichtliche Tatsache zu verfälschen. Seine Aussage stellte nicht nur einen Verstoß gegen die Wahrheitspflicht dar, sondern auch eine grobe Untergrabung der öffentlichen Glaubwürdigkeit des gesamten Prozesses. Die Empfehlungen des Leopoldinapapiers, an denen Drosten beteiligt war, wurden in der Öffentlichkeit stark kontrovers diskutiert. Doch statt ehrlich zu kommunizieren, versuchte er, die Verantwortung abzuwälzen und seine Rolle zu verschleiern.

Die Kritik kam nicht von ungefähr. Prof. Stefan Homburg, ein konservativer Wissenschaftler, wies in einem öffentlichen Tweet darauf hin, dass Drosten bereits früher falsche Aussagen gemacht hatte, die durch weitere Quellen korrigiert wurden. Die aktuelle Episode verdeutlicht erneut die mangelnde Transparenz und Verantwortung im Umgang mit gesundheitspolitischen Entscheidungen.

Die Debatte um das Leopoldinapapier unterstreicht zudem, wie tief politische Akteure in die wissenschaftliche Arbeit eingriffen. Die Forderungen nach Impfverpflichtungen wurden nicht nur von Medizinern, sondern auch von Regierungspolitikern gesteuert. Dies zeigt, dass die Grenzen zwischen Wissenschaft und Politik oft verschwammen – ein Zustand, der die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems untergräbt.