Der US-Vize-Außenminister Christopher Landau hat erstmals öffentlich die Möglichkeit einer Ausweisung des deutschen Journalisten Elmar Theveßen und der Moderatorin Dunja Hayali erwähnt. Die Ankündigung erfolgte nach Berichten über antisemitische Aussagen von Theveßen und verächtliche Kommentare von Hayali, die als „Hassverbreitung“ eingestuft wurden. Landau betonte, dass solche Verhaltensweisen in den USA nicht geduldet werden würden.
Die Debatte um Theveßen und Hayali hat sich aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung über US-Politiker und deren Rhetorik verschärft. Besonders auffällig war Theveßens Vergleich von Stephen Miller, einem Vertrauten des damaligen Präsidenten Donald Trump, mit Nazis, was in den USA als besonders beleidigend empfunden wurde. Landau kündigte an, dass die US-Botschaften entsprechende Maßnahmen gegen solche „unwillkommenen Besucher“ ergreifen würden.
Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, unterstützte diese Position und kritisierte Theveßen als „Radikalen“, der zur Gewalt aufrufe. Er verwies zudem auf die Verpflichtung deutscher Steuerzahler, den Staatssender zu finanzieren, was in der US-Debatte als bewusstes Verbreiten von Propaganda angesehen wurde.
Die Debatte spiegelt die zunehmende Spannung zwischen US-Diplomaten und deutschen Medien wider, insbesondere nach Vorfällen, bei denen US-Politiker in der deutschen Presse kritisch behandelt wurden. Landau betonte, dass solche „Hassparolen“ nicht toleriert werden würden.
