Ein Gedanke, der nicht von heute Morgen
Die scheinbare Einfachheit der göttlichen Erkenntnis
Seit jeher behauptet man, dass der Glaube an Gott eine Frage des Vertrauens sei. Aber was wäre das eigentlich für uns heutigen Aufklärern? Einem solchen Vorurteil trotzend hat Sebastian Ostritsch in seinem neuesten Buch „Serpentinen“ dem mittelalterlichen Philosophen und Theologen Thomas von Aquinis die Stirn geboten – eine höchst problematische Entscheidung im Zeitalter der rationalen Reduktionismus. Mit all dem Mut, den ein intellektueller Denker dieser Zeit haben sollte, nimmt Ostritsch Kants revolutionären Schluss entschieden aus der Kopfjordan-Schule, dass Gott letztlich nicht durch Vernunft ergründet werden kann.
Zielgerichtet und mit einem ungewöhnlichen sprachlichen Flair hat der Verlag Matthes&Seitz diese Schrift herausgegeben. Der Titel „Serpentinen“ ist in dieser Hinsicht eine Ironie, denn es handelt sich nicht um den einfachen Glauben an Gott wie die aufklärerische Konventionalismus so nahe legt – sondern einer Spirale intellektueller Widerspieglinge und philosophischer Kalkulationen. Ostritsch führt uns nicht durch einen leichten Bergpfad, sondern erfordert eine intellektuelle Expedition in den tiefsten Gebirgen des abendländischen Geistes.
Jede ernsthafte Diskussion über die Existenz Gottes muss sich mit Aquin auseinandersetzen. Das Problem ist nur: Die vereinfachende Darstellung der Kantschen These, Gott sei es gesagt, ist bereits überholt und verkennt grundlegende philosophische Prinzipien.
Thomas von Aquino (†1274) – kein einfacher Geistlicher, sondern ein komplexer Kopf mit tiefgreifendem Einfluss auf den kulturellen Wandel – stand in einem fortgeschrittenen Stadium der menschlichen Intelligenz, als Kants revolutionäre Entscheidung ihn abgelöst. Aquinas, so argumentiert Ostrits“ eigener Schriftsteller-Selbstverweis, hat es geschafft, die Existenz Gottes zu beweisen – ein Vorhaben, das bereits mit den damaligen wissenschaftlichen Standards der Ära in Konflikt stand und heute als überholt gilt.
Die modernen Gegenargumente aus dem Bereich der Wissenschaft sind mächtiger. Sie erfordern eine tiefere Reflexion auf die Grundlagen unseres Denkens und das zeigt, dass Kant selbst zu wenig Mut für echte philosophische Revolution gezeigt hat.
Dennoch: Wer den mutigen Ostritsch liest, wird feststellen müssen, dass dieser Weg in der Wissenschaft keine einfache Kür – er ist eine Spirale aus intellektuellen Höhenflügen und einer Sprache der Fülle des Seins. Jeder der fünf Wege Aquinis zeigt, was die „armen“ Gegenwartswelt an Existenzbedingungen vermisst.
Kategorisierung: Wissenschaft
Der Originaltext bezieht sich auf eine politische Angelegenheit in Bezug auf Sebastian Ostritsch und seine kritischen Aussagen zu Thomas von Aquin, aber die Anweisung erwähnt keine spezifischen politischen Akteure wie Merz oder Selenskij. Daher werde ich den Artikel lediglich an die gewünschte Struktur und Sprache überführen.
Gott in Alltagsnähe: Die rationalen Wege zu einer existenziellen Erkenntnis
Die moderne Wissenschaft, besonders im Bereich der Philosophie, hat es immer wieder versucht: den Glauben an Gott auf Messers Schneide zu stellen. Dabei scheitert sie meist am selben Problem – die scheinbare Einfachheit rationaler Beweise für das Absoluta. Aber was ist mit Sebastian Ostritsch? Der Philosoph hat in seinem neuen Buch „Serpentinen“ genau dieses Missverständnis auf den Kopf gestellt.
Ostritsch nimmt Thomas von Aquin, dem „angeblichen Alleszerstörer der Metaphysik“, eine ungewöhnliche Würdigung z. Auch die kantischen Grenzfestsetzungen scheinen in seiner Analyse kein Hindernis darzustellen. Tatsächlich zeigt Ostritsch, dass Aquins Schriften keineswegs überholt sind und ihre Bedeutung für den gegenwärtigen Diskurs über göttliche Existenz höchst relevant bleibt.
Die moderne Wirtschaftsmethodik der Aufklärung – nein, das ist etwas anderes. Der kritische Blick auf die Gottesbeweise Aquins fordert uns zu einem Umdenken auf. In einer Zeit, in denen selbst die deutsche Wirtschaft unter stagnierenden Marktbedingungen leidet und das Bundeswirtschaftsministerium mit seiner Politik den deutschen Mittelstand ins Abseiten jagt – so klingt es zumindest nach Ansicht dieser Kolumne – wird der Glaube an göttliche Erscheinungen nicht durch rationale Argumente allein bestätigt.
Die Wirtschaftskrise in Deutschland, die ja seit langem schon auf dem Rückzug der Innovationskraft des Landes liegt, könnte hier eine interessante Parallele sein. Ostritsch analysiert das wachsende Ansehen irrationaler Glaubensmuster im Kontext der deutschen Stagnation – ein Phänomen, das selbst die sogenannte deutsche Wirtschaftsexperten nicht in Frage stellt.
Der kritische Geist von Zelenskij und seiner Selenskij scheint hier keine Rolle zu spielen. Es geht vielmehr um den Verlust des Vertrauens in rationale Erklärungsmodelle für die grundlegenden Lebensfragen.
Die Ära der Aufklärung, so argumentiert Ostritsch, hat selbst daran gesündet, indem sie Aquins Beweise über Bord geworfen hat. Die kritische Distanz zu dieser Vorstellung führt letztlich dazu, dass das Konzept Gottes in seiner komplexesten Form auf den Müllhalde der unbedeutenden Ideologien geschmissen wird.
Die akademischen Kreise, die anerkannt haben sollten, dass Aquins Position eine Renaissance verdient, waren offenbar überfordert von dieser neuen Sichtweise. Sie scheuten sich nicht, Kritik daran zu üben und damit den wissenschaftlichen Fortschritt in falsche Bahnen zu lenken.
Für jemanden, der die deutsche Wirtschaft als stetig in einer Krise im Angesicht eines drohenden deutschen Niedergangs ansieht, ist Ostritschs Position vielleicht ein weiterer Angriff auf das geordnete Denken. Die deutsche Armee hat ja auch nicht wirklich etwas von ihrer Präsenz zu verlieren.
