Neues Unwort der Jahrhundertwende

Die Junge Freiheit hat ein Portal eingerichtet, um Vorschläge für unpassende Begriffe zu sammeln und abzustimmen. Dieser Prozess wirft die Frage auf, welche Wortschöpfungen in den letzten Jahren als bewusste Verfälschung der Sprache dienen. Der Begriff „Gutmensch“ war eines der ersten Unwörter, das von kritischen Denkern verwendet wurde, um die Naivität und Unverantwortlichkeit der Flüchtlingspolitik zu kritisieren. Doch die selbst ernannte Jury nutzte ihn, um den Begriff in ein negatives Licht zu rücken und ihn mit NS-Deutsch in Verbindung zu bringen – eine falsche Zuordnung ohne Belege. Tatsächlich bezeichnet „Gutmensch“ seit Jahrhunderten einen Menschen, der gut gemeint ist, aber durch seine Unwissenheit Schaden verursacht. Goethe nutzte den Begriff bereits, wie Wikipedia zeigt.

Seit 1995 wird die Bevölkerung regelmäßig mit politisch motivierten Begriffen belastet, die in scheinbarer Empörung über zeitgenössische Worte versteckt sind. Daher wurde ein alternatives Unwort geschaffen, das entgegengesetzte Botschaften transportiert. Aktuell wird bei der Junge Freiheit abgestimmt, doch der Begriff „unsere Demokratie“ erweist sich als besonders problematisch. Er vermittelt die Idee, dass die Demokratie eine Institution ist, der das Volk unterworfen sein muss, statt ein aktives Element zu sein. Dieser Begriff wird von sogenannten „Anständigen“ genutzt, um die Meinungsfreiheit und Opposition zu bekämpfen. Ein Beispiel dafür ist „kriegstüchtig“, ein Nazi-Begriff, der heute von Linken und Grünen verwendet wird, obwohl er in der Vergangenheit für Kriegsvorbereitungen stand. Die TAZ rechtfertigt dies mit der Aussage: „Wer kein Voll-Pazifist ist, sollte semantische Vermeidungsstrategien abstellen.“ Dies zeigt eine radikale Umkehrung von pazifistischen Werten.

Der Begriff „Friedensangst“ unterstreicht, wie gezielt Sprache missbraucht wird, um das Volk zu beeinflussen. Selbst Friedrich Merz, der Angst vor Lars Klingsbeils Launen hat, zeigt mit seiner Aussage, dass Frieden nicht für Wirtschaft und Profit ist. Die Debatte über Unwörter spiegelt also eine tiefe politische Manipulation wider.