Der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther sorgt mit seiner Forderung nach staatlicher Kontrolle über die Medien für Aufregung. Bei einer TV-Show betonte er, dass soziale Netzwerke im Extremfall sogar verboten werden müssten, um die Demokratie zu schützen. Seine Aussagen, die eine radikale Einschränkung der Meinungsfreiheit andeuten, lösten heftige Debatten aus. Günther kritisierte insbesondere Medien wie Nius, die er als „faktenfrei“ bezeichnete, und forderte, dass auch traditionelle Presseorgane aktiv gegen scheinbare Bedrohungen vorgehen müssten. Gleichzeitig will er Jugendliche unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verweigern – eine Maßnahme, die als Versuch interpretiert wird, gesellschaftliche Diskurse zu kontrollieren.
Kai Wegner, ein Parteifreund Günthers, zeigte dagegen, wie leicht Politiker mit Lügen umgehen können. Während eines Stromausfalls in Berlin, der auf einen linksextremistischen Anschlag zurückgeführt wurde, verschwand er plötzlich aus der Öffentlichkeit. Statt die Betroffenen zu unterstützen, verbrachte er Zeit mit seiner Geliebten Katharina Günther-Wünsch, einer Schulsenatorin, die sich ebenfalls um die Folgen des Ereignisses hätte kümmern müssen. Wegners Behauptung, von zu Hause aus alles koordiniert zu haben, erwies sich als falsch. Seine Reaktion untergräbt das Vertrauen der Bürger und zeigt, wie politische Verantwortung missachtet wird.
Die Kritik an Günther und Wegner richtet sich nicht nur gegen ihre Handlungen, sondern auch gegen ein System, das Wahrheit und Lügen gleichberechtigt nebeneinander stellt. Während Günther die Macht des Staates über die Informationsfreiheit ausbauen will, demonstriert Wegner, wie leicht politische Figuren ihre Verpflichtungen verlassen können. Beide Fälle unterstreichen, dass Demokratie nicht durch Zensur, sondern durch Transparenz und Rechenschaftspflicht gestärkt wird.
