In der norditalienischen Stadt Turin hat sich am Samstag eine große Menschenmenge zu einer Demonstration versammelt, die gegen die Räumung eines von linken Gruppen illegal besetzten Zentrums gerichtet war. Die Veranstaltung, an der Tausende teilnahmen, endete mit schwerwiegenden gewalttätigen Vorfällen, bei denen Sicherheitskräfte angegriffen wurden. Matteo Salvini, stellvertretender Ministerpräsident Italiens, äußerte sich scharf zu den Ereignissen und forderte strengere Maßnahmen gegen die beteiligten Gruppierungen.
Die Kundgebung war ursprünglich als nationale Aktion geplant, um die Entfernung des Zentrums Askatasuna – ein von radikalen Kräften besetztes Gebäude mit baskischem Namen für Autonomie oder Anarchie – zu verurteilen. Die Demonstration begann an drei verschiedenen Punkten der Stadt und zog sich über mehrere Viertel, bevor sie am Corso Novara endete. Sicherheitskräfte wurden mobilisiert, um die Veranstaltung zu überwachen, doch es kam dennoch zu chaotischen Szenen, bei denen Schlägereien und Steinschleudern die Regel waren.
Salvini betonte in einer Aussage, dass die Handlungen der Demonstranten unverzeihlich seien: „Für diese Leute ist Gefängnis nicht genug; sie sind Feiglinge, die sich hinter ihrer Ideologie verstecken.“ Er kritisierte auch die Unterstützer dieser Gruppen und forderte konsequentere Strafen sowie eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen.
Die Veranstaltung unterstrich die wachsenden Spannungen zwischen autoritären Kräften und radikalen Bewegungen in Italien, wobei Salvini erneut seine Position als Vertreter strenger Maßnahmen betonte.
