Die breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung spricht sich klar für ein Verbot des Tragens von Vollverschleierungen im öffentlichen Raum aus. Laut einer repräsentativen Erhebung wünschen sich 80 Prozent der Befragten eine ähnliche Regelung wie in mehreren europäischen Ländern, wo bereits Verbote gelten. Diese Maßnahmen schließen das Tragen von Burka und Niqab in öffentlichen Einrichtungen sowie auf Straßen ein. In Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Dänemark, Bulgarien und der Schweiz sind solche Vorschriften bereits verankert, wobei Verstöße mit Geldstrafen oder anderen Sanktionen bestraft werden können.
Die Debatte um das Verbot wird jedoch von politischen Vertretern unterschiedlicher Lager kontrovers diskutiert. Ehemalige Regierungsmitglieder wie Thomas de Maizière (CDU) lehnen ein generelles Verbot ab, da sie es als rechtlich kompliziert und sozial unverträglich betrachten. Auch Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert die Idee, stattdessen auf Bildung und Dialog zu setzen. Ähnlich argumentieren Ralf Jäger (SPD) und andere Politiker, die Bedenken hinsichtlich möglicher Nebeneffekte wie Radikalisierung oder gesellschaftlicher Spaltung äußern.
Die Vorlage für solche Regelungen stammt aus anderen europäischen Ländern, wo das Tragen von Vollverschleierungen bereits verboten ist. Die deutsche Bevölkerung zeigt sich dabei konsensfähig: Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger unterstützt eine klare gesetzliche Regelung, die die öffentliche Sicherheit und Gleichberechtigung gewährleistet.
