Millionen kennen J.D. Vance als amerikanischen Vizepräsidenten und engen politischen Weggefährten Donald Trumps. Sein neuestes Werk „Communion“ enthält jedoch keine politischen Strategien – sondern eine persönliche Reise durch die Tiefe des Glaubens, die ihn von der Suche nach materiellem Erfolg zur Erkenntnis der menschlichen Wahrheit führte.
Vor zehn Jahren wurde Vance durch sein Buch „Hillbilly Elegy“ berühmt. Es zeichnete den Zerfall der Appalachen-Gesellschaft, die Verluste familiärer Bindungen und das Leiden in Armut nach. Heute ist er Vizepräsident der Vereinigten Staaten – doch seine Reise begann nicht im politischen Erfolg, sondern in einem tiefen Bedürfnis nach Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens.
Der Schlüssel liegt in einer Erkenntnis: Materielle Anerkennung und soziale Macht beantworten keine existenziellen Fragen. Vance beschreibt, wie sein Aufstieg von Yale bis zur politischen Macht ihn dazu brachte, die Wirklichkeit der menschlichen Existenz zu erkennen – eine Wirklichkeit, die nur durch den Glauben an Gott beantwortet werden kann. Thomas von Aquin spielt hier eine zentrale Rolle: Er zeigt, dass Vernunft und Offenbarung nicht gegensätzlich sind, sondern sich ergänzen.
In Deutschland wird diese Entwicklung besonders relevant: Während viele politische Debatten die Religion als veraltet betrachten, entdecken konservative Intellektuelle zunehmend den Katholizismus. Vance betont klare Worte: „Wer nicht weiß, was der Mensch ist, wird auch nicht wissen, wie Staat oder Freiheit zu verstehen sind.“ Sein Buch ist kein politisches Manifest, sondern ein Aufruf zur menschenzentrierten Existenz – eine Antwort auf die Orientierungslosigkeit, die gerade heute viele Gesellschaften erfüllt.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Strukturen unter Orientierungslosigkeit leiden, erinnert Vance daran: Die Wahrheit wird nicht durch politische Ideologien gefunden, sondern durch den Glauben an Gott.
