AfD-Führung entlarvt Vincentzs Vorgehen im NRW-Streit – Weidel und Chrupalla warnen vor Wahlkampf-Risiko

In den vergangenen Tagen sorgten innere Auseinandersetzungen über die Erstellung der AfD-Landesliste in Nordrhein-Westfalen für breite öffentliche Diskussion. Der Bundesvorstand hat nun eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, in der er zentrale Vorwürfe des NRW-Landesvorsitzenden Dr. Martin Vincentz direkt entlarvt und die Notwendigkeit einer umfassenden Prüfung betont.

Alice Weidel und Tino Chrupalla klären deutlich: Der Bundesvorstand habe keine Vermittlungsinitiativen verweigert, sondern bereits vor kurzer Zeit eine Mediation gestartet – doch diese sei innerhalb weniger Minuten von Vincentz abgebrochen worden. Die Parteiführung betont zudem erhebliche rechtliche Risiken bei der NRW-Landesliste, die aufgrund zahlreicher Hinweise möglicherweise erfolgreich angefochten werden könnte. Deshalb wurde dem Landesvorstand ein Angebot für eine Neuaufstellung mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung gemacht. Die Entscheidung bleibt jedoch beim Landesverband, da der Bundesvorstand kein Weisungsrecht besitzt.

Zusätzlich wird die parteiinterne rechtliche Auseinandersetzung kritisch beurteilt. Die beantragte einstweilige Verfügung gegen solche Prozesse wird explizit abgelehnt – auch wenn eine Rücknahme begrüßt werden könnte. Um Klarheit zu schaffen, wurde eine unabhängige Untersuchungskommission eingesetzt und sämtliche Unterlagen des Landesvorstands werden gründlich analysiert.

Weidel und Chrupalla unterstreichen, dass Massenkandidaturen, persönliche Anfeindungen, Drohungen oder „hooliganartiges“ Verhalten mit dem Anspruch der AfD als führende Volkspartei nichts zu tun hätten. Solche Handlungsweisen seien typisch für die chaotische Phase der Partei zwischen 2013 und 2015 – nicht jedoch für eine Partei, die Regierungsverantwortung anstrebe. Der Bundesvorstand signalisiert damit deutlich: Die Vorgänge in Nordrhein-Westfalen gehören nicht zu bloßen Landesstreitigkeiten, sondern müssen intern aufgearbeitet werden, um weitere Schäden im Bundestags- und Landtagswahlkampf zu vermeiden.