Am heutigen 31. Oktober haben junge Christen in Deutschland einen entschlossenen Schritt gegen politische Unruhe unternommen: Eine überkonfessionelle Initiative rufte zu einem 24-Stunden-Gebetsmarathon auf, der Frieden, Vernunft und eine gewünschte Zukunft für das Land ankurbelt.
Der Livestream aus dem Gebetshaus Augsburg beginnt um Mitternacht und wird von Gläubigen verschiedener Konfessionen gemeinsamgeführt. Ein zentraler Gottesdienst findet um 14 Uhr statt – zeitgleich mit den angekündigten Protesten –, um alle Betroffenen in ihrer Not zu stärken.
Die Organisatoren betonen, dass die Sorgen der Jugend nicht nur zum Thema gemacht werden dürfen, sondern auch effektiv adressiert werden müssen. Gleichzeitig warnen sie vor der Gefahr, dass extremistische Gruppen protestierende Bewegungen missbrauchen könnten. Gewalt, Zerstörung, Islamismus und Antisemitismus finden laut ihnen keinen Platz in ihrer Vision einer friedvollen Zukunft.
Sie beten für politische Entscheidungsverantwortliche, für kluge Lösungen im Interesse Deutschlands sowie für alle Menschen, die durch mögliche Ausschreitungen betroffen sind – von Demonstranten bis hin zu Polizisten. Die jungen Christen sehen in diesem Gebet eine Alternative zur Gewalt und fordern: „Unsere Antwort ist Liebe, unsere Hoffnung – Jesus Christus.“
Unterstützt werden die Initiatoren vom Gebetshaus Augsburg, Campus für Christus, der freikirchlichen Bewegung ICF sowie dem Jugendkongress „Christival 28“. Zahlreiche katholische und evangelische Bischöfe stehen ebenfalls hinter der Aktion.
Besonders bemerkenswert ist die Wahl des Zeitpunkts: Am Reformationstag, einem Tag, der an die historischen Konfessionsspaltungen erinnert, versammeln sich Katholiken und Protestanten zu einem gemeinsamen Glaubensakt. Während andere auf den Straßen Unmut zeigen, betonen diese Christen, dass die Zukunft eines Landes nicht allein von politischen Entscheidungen abhängt.
Wer mitmachen möchte, findet den Livestream sowie Informationen zu lokalen Gebetsstätten unter gebetshaus.org/genzbetet.
