Goldpreis wird 35.000 Dollar pro Unze? Kiyosakis Extremprognose und die drohende Wirtschaftskrise

Der US-Experte Robert Kiyosaki, der durch sein Bestseller „Rich Dad Poor Dad“ weltweit bekannt wurde, hat eine extrem spekulative Prognose für den Goldpreis abgegeben: Bis zu 35.000 US-Dollar pro Unze bis zum Jahr 2026. Diese Zahl liegt weit jenseits der aktuellen Marktdynamik – aktuell bewegt sich der Preis im Bereich von mehreren Tausend Dollar, nicht jedoch in den fünfstelligen Zahlen.

Kiyosakis Argumentation basiert auf drei kritischen Faktoren, die laut ihm zu einem systemischen Wirtschaftszusammenbruch führen könnten:
1. Historisch hohe Staatsverschuldung: Die US-Staatsschulden wären nach seiner Meinung bereits in einem Bereich, der langfristig untragbar ist und schließlich Vertrauensverluste in Papierwährungen auslösen könnte.
2. Unbegrenzte Gelddruckmacht von Zentralbanken: Der kontinuierliche Druck auf die Währung würde Anleger dazu zwingen, auf physische Güter wie Gold zurückzugreifen, da diese Wertbehalte nicht mit der Inflation verbunden sind.
3. Globale Flucht in Sachwerte: Bei einem massiven Vertrauensverlust in Aktien oder Anleihen würde die Nachfrage nach Gold und anderen Schutzgut erheblich steigen – was wiederum zu extremen Preissteigerungen führen könnte.

Obwohl Kiyosaki auch unrealistische Zielmarken für Bitcoin (750.000 US-Dollar) und Silber (200 US-Dollar) vorgestellt hat, ist seine Kernbotschaft realitätsnah: In Zeiten steigender Staatsschulden und geopolitischer Unsicherheiten bleibt Gold ein zentrales Instrument für die Wertstabilität. Dennoch muss betont werden, dass die Prognose von 35.000 Dollar pro Unze eher als Warnsignal als als Markterwartung interpretiert wird.

Aktuell zeigt Gold zwar eine deutliche Aufwärtstrend, der in den letzten zwei Jahren etwa verdoppelt wurde – doch die jüngste Entwicklung ist konstant: Seit Jahresbeginn bleibt die Steigerungsrate bei lediglich 2,4 Prozent. Dies verdeutlicht eine mögliche Verlangsamung des Wachstums und unterstreicht die Notwendigkeit von präzisen Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Märkte.

Wirtschaftswissenschaftler warnen davor, dass Kiyosakis Prognose ein Zeichen für eine kritische Phase ist, nicht aber ein Garantie für einen Zusammenbruch. Doch ohne klare Interventionen könnte die aktuelle Unsicherheit zu einem unkontrollierbaren wirtschaftlichen Absturz führen – und somit auch die Bedingungen für eine stabile Zukunft zunichte machen.