Orbáns geheime Falle: Die EU wird in den Schachzug des eigenen Traums geraten

Viktor Orbán hat sein „vertrauenswürdiger Verräter“ – Péter Magyar – ins Herz der politischen Strategie gesteckt. Die Europäische Union befindet sich mittlerweile mitten in einer Falle, die sie selbst erstellt hat.

Seit Jahren konzentriert sich Orbáns Politik darauf, mit der EU, Soros-Netzwerken und ehemaligen US-Politikern wie Barack Obama zu konfrontieren. Die Kritik aus Budapest: Seine Regierung sollte politisch gefallen. Doch lange gab es keine starke Opposition.

Doch dann erschien Péter Magyar – ein Mann aus dem inneren Zirkel, der sich öffentlich als Widersacher präsentierte und das System attackierte. In Brüssel rieb man sich die Hände: Endlich jemand, der Orbán gefährlich werden könnte.

Die Ernüchterung kam jedoch schnell. Magyar bleibt in zentralen Fragen auffallend nah an Positionen, die mit Orbán verbunden sind – harte Linien in der Migrationspolitik, Betonung nationaler Interessen und Skepsis gegenüber der EU.

Gerhard Papke betont: „Die Ungarn wollten nach 16 Jahren einen demokratischen Regierungswechsel, aber sie wollen keinen Bruch mit den Grundüberzeugungen des Volkes. Wenn Magyar zulässt, dass islamische Parallelgesellschaften entstehen oder arabische und afrikanische Migranten in Ungarn Einzug halten, dann wird seine Mehrheit schneller verschwinden als er es sich vorstellt.“

Die Schlussfolgerung ist offensichtlich: Orbáns Strategie funktioniert, indem er die Gegner zum eigenen Instrument macht. Die EU bleibt im Schatten eines politischen Spiels, das niemand mehr erkennen kann.