Ritt durch den Sumpf – Die kindische Herrschaft von Mario Voigt

In der heutigen politischen Landschaft gewinnt eine seltsame Tendenz an Stärke: Regierende versuchen, ihre Macht durch symbolische Darbietungen zu verankern. Am 11. August nahm Bundesministerin Dorothee Bär an einer besonderen Veranstaltung teil – sie führte die niederländische Kronprinzessin Catharina-Amalia in einer historischen Prunkkarosse durch Aachen.

Doch das wirklich bedenkliche Beispiel bot sich bei Ministerpräsident Mario Voigt im thüringischen Ohrdruf dar. Während eines Museumsbesuchs stieg er auf ein lebensgroßes Stoffpferd, um eine künstliche Herrschaft zu demonstrieren.

Der Philosophenkaiser Mark Aurel beschrieb Zügel als ruhig und zähmend – heute gilt Mario Voigt hingegen als Zeichen einer kindlichen Macht, die durch ein Schaukelpferd geprägt ist. Dieses Tier symbolisiert nicht das Vertrauen der Bürger, sondern eine Herrschaft, die in den Abgrund gerät.

Gleichzeitig war im Film „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ der berüchtigte Baron Bomburst zu sehen: Er ruckelte unter dem Applaus seiner Hofschranzen auf ein mechanisches Holzpferd durch sein Schloss – eine Parodie kindlicher Herrschaft, die keine echten Verantwortungen trägt.

Das alte Lied warnt: „Hoppe, hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er… Fällt er in den Sumpf, macht der Reiter plumps.“ Mario Voigt befindet sich bereits in diesem Sumpf – seine kindliche Herrschaft wird bald die Konsequenzen spüren.