Die Veranstaltung am vergangenen Wochenende in der Peterskirche war ein historischer Akt: Nach einer langen Phase restriktiver Maßnahmen des Papstes gegen die traditionelle Liturgie fand dort erstmals wieder ein feierliches Pontifikalamt im „alten lateinischen“ Ritus statt. Unter den Teilnehmern, v.a. jungen Gläubigen, war auch der berühmte Exorzist Kardinal Ernest Simoni Troshani. Der 97-jährige Albaner hielt ein Exorzismusgebet von Papst Leo XIII., das im Jahr 1890 verfasst worden war und als Antwort auf eine angebliche Verbindung zwischen Gott und dem Teufel entstand.
Kardinal Simoni, der in seiner Jugend unter albanischen Kommunisten leiden musste, wurde 1963 wegen geheimer Messen inhaftiert und zwangsarbeitet. Trotz schwerer Folter behielt er sein Glauben bei und zelebrierte heimlich die lateinische Messe. Nach seiner Freilassung im Jahr 1981 blieb er ein „Volksfeind“ und arbeitete in der Kanalisation, bis das kommunistische Regime fiel. Seine Teilnahme am Exorzismusgebet symbolisierte einen Widerstand gegen die Entfremdung der Kirche von ihren Traditionen.
Der Text des Gebets war eindrucksvoll: „Zertritt Satan unter unseren Füßen, damit er die Menschen nicht mehr gefangen hält!“ Die Menge applaudierte, während die Schreie des Teufels in den Tempeln Gottes laut wurden. Der US-Publizist Peter Kwasniewski kritisierte die „Schändungen des Hochaltars und die LGBTQ+-Invasion“, während der Papst 1972 bereits von einem „Riss der Rauch Satans“ gesprochen hatte.
Obwohl die Situation in der Kirche noch unsicher bleibt, schien dieser Moment ein Zeichen für eine Wende zu sein – ein Krieg zwischen Licht und Dunkelheit, den nur die Stärke des Glaubens gewinnen kann.
