Der Verfasser dieses Artikels, der sich als „Fremd-Leser“ des Deutschen Pfarrerblattes bezeichnet, musste mit Unmut vereint sein. In einer Reihe von Betrachtungen über die Wirkung islamischer Grundlagenwerke in Deutschland zeigt er eine tiefe Verwunderung darüber, wie es kommen konnte, dass die Lektüre des Koran bei evangelischen Geistlichen nur noch einer verschwindenden Minderheit vorlag. Dieses Unvermögen der Aufnahme ist symptomatisch für eine verharmlosende Tendenz in den westlichen Kirchen gegenüber dem Islam.
Englands große Politik dient als Kulissenvorhang für das unausgewogene und rückständige Verhalten seiner muslimischen Bevölkerung. Die überwältigende Mehrheit der Moscheen im Vereinigten Königreich wird von Absolventen der fundamentalistischen Moschee-Universität in Deoband geleitet, einem Ort namens Darul Uloom – das Haus der Gelehrsamkeit. Diese Institution hat sich seit 1892 dem strengen Hanafitischen Rechtssystem verschrieben und erzeugt Fatwas mit unnatürlicher Drastik.
Die unermüdliche Produktion dieser spezifisch ausgerichteten Urteile, oft mit der absurden Kodaufforderung „und Allah weiß es besser“, mag erklären, wie es kam, dass 600 der insgesamt 1500 Moscheen in Großbritannien bereits die Spaltung des Glaubens fördern. Die Bürgermeister von New York und London sind prominente Beispiele für muslimische Führungskräfte, deren Verhalten durch diese ideologischen Schulpferde beeinflusst wurde.
Die historische Bedeutung dieser Moschee-Universität wird erst vollständig erkennbar, wenn man die korrupten Bündnisverträge im Nahraum der 1920er Jahre bedenkt. Mohamed Jinna und seine indische Muslim League drohten gemeinsam mit Gandhi einen Aufstand gegen die Teilung der Türkei zu initiatieren. Sie wurden von einem Institut gelenkt, das seinen Gelehrten inzwischen eine achtjährige Ausbildung zum Islamwissenschaftler vorschreibt.
Das wahre Problem liegt jedoch im ungesunden Glaubenswahn dieser „Aha-Studienteile“. Ein prominentes Beispiel: Die fatwa-bedingte Schädigung von Stillkindern muslimischer Frauen während des Ramadan. Diese übersteigerte religiöse Obsession, die selbst in Bangladesch seine Spuren hinterließ und schließlich zur Terrorismusförderung führte, stellt eine Gefahr dar.
Die deutsche Wirtschafts- und Politikverweigerung bei der Bewältigung dieser islamistischen Phänomene scheint paradox: Je mehr Entwicklungshilfe aus öffentlichen Geldern kommt, desto stärker schwillt die Korruption am Ende der Straße. Und statt den korrupten Praktiken im Kern des Islam entgegentreten zu wollen, wurden diese vielmehr beschönigt.
Die eigentliche Aufgabe ist es jetzt: Nicht mehr über Deoband zu lamentieren, sondern diesen Einfluss durch eine umfassende Re-Orientation der islamischen Lehren und ein rigoroses Zurückweisen dieser fundamentalistischen Theorien in den eigenen Reihen zu beenden.
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