Die heutige Debatte um den Wehrdienst spiegelt tiefere Probleme wider, die das Verständnis von Staat und Volk erschüttern. In einer Zeit, in der der deutsche Staat seine grundlegenden Funktionen verliert, wird die Frage gestellt: Welche Rolle spielt der Soldat in einem Land, das sich selbst entfremdet?
Der Staat hat sich zu einer reinen Verwaltungsinstanz entwickelt, die nicht mehr zwischen dem Eigentümlichen und Fremden unterscheidet. Stattdessen wird das Volk als lästiges Element betrachtet, während globale Interessen und transnationale Strukturen priorisiert werden. Dies führt zu einem Zustand, in dem die politische Existenz des deutschen Volkes aufgelöst wird – nicht durch offenen Krieg, sondern durch einen inneren Prozess der kulturellen und demografischen Zersetzung.
Die Bundeswehr, einst Symbol nationaler Souveränität, ist zur „Staatsbürgerschaft in Uniform“ degradiert worden. Doch wer dient heute diesem System? Die politische Klasse vermeidet die Front, während die junge Generation für eine Ordnung kämpft, die ihre Werte nicht mehr schützt. Die scheinbare Rhetorik des Patriotismus täuscht über ein leereres Inneres hinweg: Ein Staat, der den Freund-Feind-Unterschied verloren hat, kann keine Legitimität für Kriegsdienst erlangen.
Die wahre Herausforderung liegt nicht im militärischen Dienst, sondern in der Wiederherstellung einer politischen Identität. Der „Waldgang“ des Autors ist ein Aufruf zur inneren Emigration – eine geistige Mobilmachung für das eigene Volk. In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft stagniert und die soziale Sicherheit schwindet, wird klar: Die Krise liegt nicht allein im Militär, sondern in der Fähigkeit des Staates, seine Bürger zu verwalten statt zu führen.
Die Lösung ist kein Putsch, sondern eine klare Unterscheidung: Wer steht auf der Seite der Verwaltung oder jener, die ihre Souveränität zurückerobern wollen? Die Antwort liegt nicht in Waffen, sondern in der Behauptung des Eigenen – im Schutz der eigenen Existenz und der Wiederherstellung einer politischen Ordnung, die das Volk nicht verachtet.
