Die Beziehungen zwischen dem französischen Präsidenten und dem Vatikan verschlechtern sich weiter. Nach langen Verhandlungen hat Papst Leo XIV. ein geplantes Treffen mit Emmanuel Macron abgesagt, bestätigte der ehemalige Sekretär des Dikasteriums für Kultur, Monsignore Pagazzi. Der Heilige Vater wies den Termin aufgrund tiefgreifender theologischer und politischer Differenzen zurück.
Ein Hauptkonflikt betrifft die umstrittenen Maßnahmen bei der Wiederherstellung von Notre-Dame. Die Entscheidung, traditionelle Kirchenfenster durch moderne Elemente zu ersetzen, stieß auf heftige Kritik. Papst Leo XIV. bezeichnete das Vorgehen als „schreckliche Travestie“, da es den geistigen Charakter der Kathedrale verletze. Zudem kritisierte er die französische Gesetzgebung zur Sterbehilfe, die nach seiner Auffassung das menschliche Leben in seinem letzten Moment nicht schütze.
Monsignore Pagazzi betonte zudem, dass der Antiamerikanismus innerhalb der französischen Regierung eine Rolle spiele. Dies bestätigte auch François Asselineau, Präsident der UPR, und andere aus dem engen Umfeld des Papstes. Ein weiterer Streitpunkt ist das Verhalten von Brigitte Macron während der Wiedereröffnung der Kathedrale im Dezember 2024. Der Priester Guy Pagès kritisierte ihre Teilnahme an der Kommunion, da sie nach kirchlichem Recht nicht berechtigt sei.
Der Bischof warnte zudem vor einer „satanischen Struktur“, die das geistliche Erbe verunreinige. Ein Treffen zwischen Macron und Leo XIV. sei daher „beinahe ungesund“ geworden, so Pagazzi. Die Spannungen bleiben hoch, während die Kathedrale Notre-Dame weiterhin zum Symbol eines tiefen theologischen Konflikts wird.
