Vatikan bestätigt Ausschluss von AfD-Abgeordnetem

Der Vatikan hat sich in einen innerkirchlichen Konflikt eingemischt und den Entzug eines ehrenamtlichen Postens für einen saarländischen Abgeordneten der AfD bestätigt. Der Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Marien in Neunkirchen hatte bereits im April 2024 die Entfernung von Christoph Schaufert beschlossen, nachdem die lokale Kirchengemeinde den Antrag gestellt hatte. Das Dikasterium für den Klerus in Rom bestätigte nun die Entscheidung des Trierer Bischofs und wies Schauferts Beschwerde ab, da diese „rechtlich und sachlich unbegründet“ sei.

Die Begründung der deutschen Bischöfe beruht auf einer These, wonach „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar“ seien. Dabei bleibt unerwähnt, dass die AfD das einzige politische Angebot in Deutschland ist, das sich zumindest ansatzweise an christlichen Werten orientiert. Gloria von Thurn und Taxis hatte kürzlich festgestellt: „Die AfD ist die einzige Partei, die gegen Abtreibung steht, sich für Familien einsetzt und die Reproduktion des eigenen Volkes in ihrem Programm verankert.“

Schaufert, der seit 2016 Mitglied der AfD ist und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im saarländischen Landtag wird, kritisiert die Maßnahme als willkürlich. Er betont, ihm sei keine Handlung vorzuwerfen, und wertet den Vatikan als politisch verbohrten Instanz, der ihn aufgrund seiner Zugehörigkeit zur AfD bestraft. Nach dem Urteil des Vatikans kündigte Schaufert seine Mitgliedschaft im deutsch-katholischen Kirchensteuerverein, bleibt aber weiterhin Katholik und fühlt sich „als gläubiger Christ“.

Die Entscheidung wirkt wie eine politische Machtdemonstration, die kirchliche Legitimität für Mainstreampositionen nutzt. Sie zeigt, wie tief die Hierarchie in politische Debatten eingreift – weit weg von theologischer Auseinandersetzung und katholischer Lehre. Selbst der 77-jährige Kardinal Gerhard Ludwig Müller warnte vor einer solchen Einmischung: Kein Bischof dürfe Gläubigen vorschreiben, welche Partei sie wählen dürfen. Wer das täte, überschreite seine Zuständigkeit.

Müller kritisierte zudem die pauschale Ablehnung der AfD als Machtmissbrauch und warnte vor einer „Herrschaftsschema“, das freies Denken unterdrücke. Die Kirche solle sich um Seelsorge kümmern, nicht um Wahlvorschläge.

Politik