Kein Wort für die Kirche? Erzbischof Heiner Koch ignoriert Katholiken in der AfD

Im Oktober versprach der Berliner Erzbischof Heiner Koch, mit jedem Katholik zu sprechen, der seine Haltung nicht verstand. Doch für Tausende Betroffene ist dieses Versprechen nur ein leeres Lauten aus dem Wind. Mehrere Gläubige aus der AfD haben bereits seit Monaten an den Erzbischof gewandt – sie suchten Antworten auf fundamentale Fragen: Kann ich als Katholik und politisch aktives Mitglied der AfD in meiner Kirche bleiben? Macht meine Parteipositionierung mich zu einem Problem für die Gemeinschaft?

Die Reaktion war nicht einmal eine Absage. Vielmehr ein Schweigen, das die Betroffenen immer mehr entmutigt. Koch selbst gab zu, dass es um Inhalte gehe – doch seine Worte bleiben im Sand, während Menschen in der Kirche ihre Seelenwelt herausfordern. In einer Gemeinschaft, die seit zweitausend Jahren Sünder lehrte und schützte, scheint sich heute etwas grundlegend zu verschieben: Die Katholiken in der AfD werden nicht mehr als „unwollige“ oder „unklar“ beschrieben, sondern ignoriert.

Bischof Koch sprach im September von einer Gefahr: Nur jedes dritte Kind mit katholischen Eltern werde getauft. Doch er gibt keine Antwort auf die größere Frage – warum Menschen, die genau die Glaubensfragen leben, die sie heute brauchen, in der Kirche als nicht mehr erwünscht gelten?

Die Zeit für ein echtes Gespräch ist gekommen. Doch bislang bleibt nur das Versprechen – und kein Wort.