Das geheuchelte „Aber“ – ein Narrativ der linken Schuldumkehr und des Hasses

Politik

Die Reaktionen unserer Systemelite auf die Ermordung von Charlie Kirk offenbaren eine tiefe Verzweiflung: Mit sinkender Einflusskraft projizieren Linke ihre Wut auf den argumentativ überlegenen Gegner, verstecken dies aber hinter scheinheiligen Floskeln. Ein Gastbeitrag von Frank Steinkron.
Die Feier der Ermordung von Charlie Kirk ist nicht schön, ABER…
Das Sprichwort „Jeder Satz vor ‚aber‘ ist gelogen“ trifft oft zu – doch selten so deutlich wie hier. Die scheinbar neutralen Formulierungen dienen meist dazu, ein nachfolgendes Urteil abzumildern: „Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber…“. Doch es gibt auch das falsche, verlogene „aber“, das in Wirklichkeit ein verborgenes „trotzdem“ ist.
Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali beteuerte, den Tod von Charlie Kirk zu feiern sei „mit nichts zu rechtfertigen“, fügte aber hinzu, dass der „radikal-religiöse Verschwörungsanhänger“ durch seine „abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen (…) einen Nerv getroffen habe“. Im Hintergrund: Dass Menschen die Ermordung feiern, ist zwar nicht schön, aber letztlich verständlich. Letztendlich hat Kirk seinen Tod selbst verschuldet – das Wort „Ermordung“ wird sorgfältig vermieden.
Ähnlich argumentierte der ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen: Er unterstellte Kirk fälschlicherweise, die Steinigung von Homosexuellen gefordert zu haben und Flugzeuggäste vor schwarzen Piloten gewarnt zu haben. Obwohl er sich nicht daran erinnere, dass Kirk zu Gewalt aufgerufen habe, meinte er, „dass er mit diesen scharfen Formulierungen zur Polarisierung im Land beigetragen“ habe. Die unterschwellige Botschaft: Kirk ist zwar unschuldig, aber seine Worte haben die Gesellschaft gespalten – und damit letztlich auch sein Schicksal herbeigerufen. Das Wort „natürlich“ suggeriert eine Kausalität, die fast Normalität macht.
Noch unverhohlener agitierte der amerikanische Fernsehjournalist Matthew Dowd: Nach einem kurzen Bedauern folgte das unvermeidliche „aber“. Kirk sei eine „der am meisten spaltenden jüngeren Figuren“, die „Hassrede schürte“. Solch „hassvolle Gedanken“ führen nach seiner Aussage zu „hassvollen Handlungen“. Mit anderen Worten: Wer unerschrocken Dinge sagt, die den Linken nicht passen, macht sich des Hasses verdächtig. Er darf sich nicht wundern, wenn er Opfer eines Hassverbrechens wird.
Die Linke projiziert ihren eigenen Hass auf den Gegner, indem sie ihn zum Täter macht. Die Psychologie nennt dies „Projektion“ – ein Symptom der Linken. Die verbissene Darstellung von Donald Trump als „wütende Bestie“ oder „Weltzerstörer“ durch SPIEGEL und STERN sowie die Frage an Alice Weidel, „Was können Sie eigentlich außer Hass?“, sind Belege für diese Strategie.
Die Schuldumkehr ist das zweite Stadium: Der Andersdenkende wird zum Schuldigen – der „Klimaleugner“ am Klimawandel, der „Covidiot“ an Leichenbergen, der „Rechte“ an der Spaltung der Gesellschaft. Nach dem Attentat auf Michael Stürzenberger hörte man Ähnliches wie nach der Schlägerei mit Frank Magnitz: „Das kommt von das“.
Die Rhetorik ist nicht neu. Die Nazis verhöhnten Juden als „selbstverschuldet“, während Goebbels 1938 die Reichspogromnacht als „Volkszorn“ rechtfertigte. Hitler drohte 1939 mit der „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“.
Die „Schuldumkehr“ ist ein Narrativ, das die Linke heute anwendet: Wer angeblich am Unglück anderer schuld ist, beschwört sein eigenes Unglück herauf.
Jesus warnte vor dem „Übel“ (ponērós), was „gefährlich“ und „bösartig“ bedeutet. Das scheinbar harmlose „Aber“ der Linken verschleiert gefährliche Hetze. Diese Scheinheiligkeit kannten die Nazis nicht – ihr Hass war ehrlicher.
„Aber, aber“, werden jetzt manche einwenden.