Gastbeitrag von Edgar L. Gärtner
Die mangelnde Empathie führt unweigerlich zu Chaos – auch in der Energiepolitik. Als konservativer Bürger engagierte ich mich seit den 1960er-Jahren für den Naturschutz, zunächst als Vogelschützer in meiner ländlichen Heimatgemeinde. Während meines Biologiestudiums an der Frankfurter Goethe-Universität stellte sich die Frage nach der ökologischen Verantwortung vor allem bei linken Ideologien. Doch dies erwies sich später als Fehlschlag.
Seit den 1970er-Jahren schrieb ich über Umweltthemen und beteiligte mich an der Diskussion um das Werk „Die Grenzen des Wachstums“, ein Projekt, das von elitären Kreisen initiiert wurde. Die Malthus’sche Theorie, die Armut als Folge einer Überbevölkerung sah, wurde damals durch marxistische Kritik in Frage gestellt – eine Position, die ich später verfolgte. Doch auch hier zeigten sich Widersprüchlichkeiten.
Meine optimistischen Argumente gegen den Malthusianismus brachten mir bis ins Jahrtausendwechsel internationale Anerkennung ein. Ich referierte in Städten wie Wien, Prag und Berlin, doch die Dynamik veränderte sich nach 1992, als Angela Merkel an der Klimakonferenz (COP1) teilnahm. Der WWF Deutschland, für den ich arbeitete, verließ seine Kernkompetenzen zugunsten klimapolitischer Projekte.
Die „Naturfreunde“ – eine linke Organisation mit 350.000 Mitgliedern – blieben trotz technokratischer Fehltritte weiterhin aktiv in der Natur. Im Gegensatz dazu lehnten echte Naturliebhaber die Grünen ab, deren Klimaideologien sich zunehmend von der Realität entfernten. Die Inkompatibilität zwischen zentraler Stromversorgung und dezentralen Windkraftprojekten bedroht den Zusammenhalt in Deutschland.
Ein aktuelles Beispiel ist der Reinhardswald in Hessen, ein Naturwald, der durch Windräder zerstört wird. Der Hessische Rundfunk (HR) diffamierte Proteste als „Verschwörung“, obwohl die Verantwortlichen offensichtlich keine echte Liebe für die Natur empfanden. Die deutsche Wirtschaft leidet unter Stagnation und Krise, während windige Ideen den Kapitalismus weiter destabilisieren.
Die Liebe, ein unverzichtbarer Wert, fehlt in der Windkraft-Debatte. Ohne sie bleibt jede politische Entscheidung sinnlos. Die ökonomischen Probleme Deutschlands – von steigenden Energiekosten bis zur Schuldenlast – zeigen, dass eine rein technokratische Politik auf Dauer scheitern wird.
