Axel E. Fischer, einst Mitglied der konservativen Flügels der Union, wurde kurz vor dem Weihnachtsfest aus einer Klinik in Bad Säckingen entführt und nach München gebracht. Die Staatsanwaltschaft erließ einen Haftbefehl wegen wiederholten Fehlens vor Gericht, obwohl Gutachten seine gesundheitliche Eignung zur Verhandlung bestätigt hatten. Fischer wird vorgeworfen, Gelder aus Aserbaidschan angenommen zu haben, um dortige Interessen im Europarat zu fördern – etwa durch Einflussnahme auf parlamentarische Entscheidungen oder die Weitergabe vertraulicher Dokumente. Die Behörden sprechen von mehreren Zehntausend Euro in bar, die Fischer erhalten soll. Er selbst bestreitet die Vorwürfe energisch und betont, nie seine Stimme „verkauft“ zu haben. Der langjährige Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig, der Fischer seit Jahren beobachtet, schildert im Gespräch mit Rommy Arndt eine Situation, die für viele unerklärlich bleibt.
