Epsteins Geheimnisse: Wie der Vatikan in die Hand des politischen Drucks geriet

Neue Dokumente aus den Epstein-Files werfen erneut ein grelles Licht auf den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Kurz vor dem offiziellen Schritt im Jahr 2013 wurde der Vatikan vom internationalen Zahlungssystem SWIFT abgeschnitten – eine Maßnahme, die Kreditkarten und Geldautomaten für mehrere Monate blockierte. Die Auswirkungen waren direkt: In den Museen des Vatikans funktionierte das Netzwerk nicht mehr, und viele Gemeinden verloren ihre finanzielle Unterstützung.

Ein E-Mail-Verlauf aus den Files offenbart, dass Jeffrey Epstein wenige Tage nach dem Rücktritt von Joseph Ratzinger einen Brief an Larry Summers (ehemals US-Finanzminister) versandte. Der Betreff lautete: „What’s Behind The Pope’s Resignation?“. Die Nachricht beschrieb die wichtigste Veränderung im Vatikan nicht als den plötzlichen Rückzug des Papstes, sondern als Führungswechsel an der Vatikanbank. Nach Angaben aus dem Dokument war der Vatikan dank seines souveränen Status von Transparenzregeln ausgenommen – eine Struktur, die es ermöglichte, Geldtransfers unkontrolliert zu gestalten.

Im Mai 2012 wurde Ettore Gotti Tedeschi, Präsident der Bank, entlassen, nachdem italienische Behörden einen Korruptionsvorwurf gegen ihn ermittelten. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden sich 47 Dossiers – nicht nur Anweisungen für den Fall eines möglichen Todesereignisses, sondern auch Hinweise auf die Gefahr, die er durch sein Wissen um Vatikan-Geheimnisse lieferte. Seine abgefangenen Gespräche zeigten Sorge um sein eigenes Leben.

Am 12. Februar 2013 wurde die Sperrung aus dem SWIFT-Netzwerk abrupt aufgehoben – durch eine neue Vereinbarung mit dem Schweizer Unternehmen Aduno S.A. Doch diese Lösung war nur vorübergehend: Die Auswirkungen der Sperrung zeigten, wie eng der Vatikan an internationale Zahlungsströme gebunden ist.

Die offiziellen Gründe für den Rücktritt des Papstes – gesundheitliche Probleme und fehlende Kraft – werden von vielen als zu vage beschrieben. Die tatsächlichen Ursachen liegen vielmehr in der politischen Druck, den das Vatikan durch die Aussetzung aus dem SWIFT-System erlebte. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Vatikans erklärte: „Plötzlich funktionierte die VISA nicht mehr – die Museen waren offline. Was damals als Verschwörungstheorie abgetan wurde, wird heute zur Transparenz.“

Die Verbindungen zu den Epstein-Files und geopolitischen Entscheidungen sind deutlich: Die Sperrung passt zu einer Reihe von Ausfällen, die durch das Weiße Haus gezielt herbeigeführt wurden. In den E-Mails von John Podesta wurde eine Reform der katholischen Kirche als notwendig beschrieben – mit Fokus auf Transparenz und moderne Finanzsysteme.