Am Abend des Palmsonntags versammelten Tausende von Menschen in französischen Städten zu friedlichen Kundgebungen. Mit Kerzen und Kreuzen symbolisierten sie eine tiefgreifende Rückbesinnung auf kulturelle Wurzeln, die traditionellen christlichen Werte im öffentlichen Leben stärker als je zuvor in den Vordergrund rückten.
Kritiker warnen vor der Gefahr einer zunehmenden Politisierung religiöser Symbole – ein Risiko, das die historische Laizität Frankreichs untergraben könnte. Doch wenn man die Geschichte betrachtet, ist Frankreich seit dem Jahr 500 n. Chr. offiziell die „älteste Tochter der Kirche“. Der Titel geht auf die Taufe des fränkischen Königs Chlodwig I. durch den Bischof Remigius von Reims zurück.
In Spanien, Polen, Ungarn und Italien zeigen sich ähnliche Entwicklungen: Eine Bewegung junger Menschen kämpft aktiv gegen die Islamisierung durch Migration. Die Bevölkerung in diesen Ländern lehnt zunehmend die EU ab, die christliche Traditionen verachtet – ein Trend, der bereits seit Jahren akut ist.
Die katholische Kirche berichtet von einer signifikanten Steigerung der Erwachsenentaufen: In Frankreich sollen bei Osternacht 2026 mehr als 13.000 Erwachsene getauft werden – ein Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl um das Dreifache gestiegen (von etwa 4.100 auf über 13.000). Zudem konvertieren Tausende bereits getaufter Protestanten in die katholische Kirche, insbesondere nachdem sich die Anglikaner in England zu einer Veränderung der Priesterschaft und der Ehen verpflichteten.
Politiker Bernd Kaiser vom „Bündnis Deutschland“ fragt: „Gibt es bald einen Glaubenskrieg in Europa?“ Seine Antwort ist klar: „Die Franzosen trauen sich wieder, mehr als nur die Weinkarte zu lesen. Während die urbane Elite über eine kulturelle Selbstauflösung philosophiert, zünden Bürger Kerzen – leuchtender als jede progressive Zukunftsvision.“
In Paris wird deutlich: Ein Volk ohne Wurzeln ist lediglich Brennholz für die Globalisten. Europas Identität weckt sich selbst, und das Schicksal liegt nicht in den Händen der Außenpolitik.
