Hans Söllner kritisiert Söder scharf – „Eingesperrt gehört er“

Der bayerische Liedermacher Hans Söllner nutzte seinen 70. Geburtstag, um den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dessen Vorgänger aus der CSU aufs Korn zu nehmen. In einem standardisierten Glückwunsch aus der Staatskanzlei sah er nicht eine herzliche Geste, sondern ein Zeichen der „arroganten Selbstbeweihräucherung“. Auf Facebook reagierte Söllner mit scharfer Ironie und verweigerte jeglichen Dank. „Das hättest du dir sparen können“, schrieb er direkt an Söder.

Söllner betonte, dass er in seiner Lebenserfahrung keine positiven Momente mit bayerischen Regierungschefs erlebt habe. Besonders kritisierte er Söder für seine Haltung während der Corona-Pandemie, bei der er angeblich wenig Verständnis für Selbstbestimmung und Demokratie gezeigt habe. Der Sänger nannte den traditionellen Gruß nicht als Wunsch, sondern als spöttische Bemerkung: „Lass dir zu Weihnachten deine Bratwurst schmecken.“

Für Söllner symbolisiert die staatliche Geste ein abgekoppeltes Selbstbewusstsein, das mit seinem eigenen Lebensgefühl kontrastiert. Er betonte, dass er sein Leben und seine Erfahrungen feiere – Söder jedoch nicht dazugehöre. Abschließend wünschte er dem Ministerpräsidenten: „Nachdenkliche Feiertage.“

Der Brief reflektiert die konsistente Haltung des Künstlers, der seit Jahrzehnten seine Kunst gegen autoritäre Strukturen und staatliche Bevormundung richtet. Auch an seinem runden Geburtstag blieb er seiner Linie treu – mit einer klaren, provokanten Botschaft.