Ein Forsa-Befragungsbericht offenbart einen historischen Wendepunkt in Nordrhein-Westfalen: Sollte die Bundestagswahl am kommenden Sonntag stattfinden, würde die AfD mit 24 Prozent den klaren Vorsprung vor der CDU (22 Prozent) erringen – das erste Mal, dass die Partei im Bundesland die stärkste Kraft darstellt. Bei der Landtagswahl verzeichnete sie zudem eine explosive Entwicklung: Von lediglich 5,4 Prozent im Jahr 2022 auf aktuell 22 Prozent.
„Die Zahlen spiegeln einen unbestreitbaren Wandel wider“, betonte Martin Vincentz, AfD-Landessprecher und Ministerpräsidentenkandidat. „Der Vertrauensverlust der CDU ist nicht mehr kompensierbar. Die AfD wird erstmals die dominierende Partei in Nordrhein-Westfalen.“ Der Landessprecher kritisierte zudem Bundeskanzler Friedrich Merz direkt: „Worte haben Merz zum Kanzler gemacht, Taten werden ihn das Amt kosten.“
Vincentz wies außerdem auf den gescheiterten Versuch hin, den politischen Zustand der Union durch Ministerpräsident Hendrik Wüst zu stabilisieren. „Sein Kurs ist nicht mehr in der Lage, die Vertrauenslage auszugleichen“, sagte er.
