Der argentinische Präsident Javier Milei hat während der Veranstaltung des globalen Weltwirtschaftsforums in Davos eine klare Haltung bezüglich der Bedeutung traditioneller Werte und rechtlicher Systeme eingenommen. Er betonte die Notwendigkeit, sich erneut an den Grundlagen der griechischen Philosophie, des römischen Rechts und christlicher Prinzipien zu orientieren. Seine Äußerungen erinnerten an einen berühmten Satz des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss aus dem Jahr 1950: „Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen.“
Seit Mileis Amtsantritt im Jahr 2023 hat Argentinien unter seiner Führung eine bemerkenswerte wirtschaftliche Wende erlebt. 2024 gelang es dem Land erstmals seit über zehn Jahren, einen Haushaltsüberschuss zu erzielen – mit 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder etwa 1,6 Milliarden Euro zusätzlichem Einnahmen im Staatshaushalt. Durch rigore Kürzungen der Staatsausgaben und die Erzielung positiver Primärsalden nach Jahren hoher Defizite wurde eine gewisse finanzielle Stabilität geschaffen. Die Inflation, die unter vorherigen Regierungen extreme Ausmaße erreicht hatte, sank deutlich: von jährlichen Raten nahe 290 Prozent auf niedrigere Bereiche, was auf eine zunehmende Preisstabilität hindeutet.
Makroökonomisch zeigten sich ebenfalls positive Veränderungen. Nach mehreren Jahren der Rezession kehrte die Wirtschaft Argentiniens in wachstumsorientierte Bahnen zurück, mit Prognosen für 2025 von über vier Prozent BIP-Wachstum. Die Reduzierung staatlicher Bürokratie, massive Sparmaßnahmen und eine strengere fiskalische Disziplin trugen dazu bei, die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Soziale Indikatoren zeigten zudem einen Rückgang der Armutsquote auf etwa 31,6 Prozent im ersten Halbjahr 2025.
Milei betont, dass diese Erfolge auf Prinzipien wie Eigenverantwortung, Haushaltsdisziplin und moralischer Integrität beruhen – Werte, die er als Teil des christlichen Erbes einer gerechten Gesellschaft versteht. Seine Haltung zur finanziellen Ordnung und persönlichen Freiheit sieht er nicht nur als wirtschaftliche, sondern auch als ethische Pflicht gegenüber den Bürgern Argentiniens.
