Politik
In einem Bereich Berlins gerät die Justiz erneut unter Druck, nachdem ein 15-jähriger Jugendlicher mit schweren Verbrechen auf sich aufmerksam machte. Innerhalb weniger Wochen beging er mehrere Gewalttaten gegen andere Kinder, darunter Schlägereien und Diebstähle von Mobiltelefonen und Geld. Obwohl die Polizei ihn festnahm, entschied eine Richterin, den Unterbringungsbefehl außer Vollzug zu setzen und stattdessen lediglich eine Meldeauflage anzuordnen. Der Täter war damit kurz darauf wieder auf freiem Fuß und führte mit seiner Gruppe einen weiteren brutalen Überfall auf einen 13-Jährigen durch. Die Frage, welche Rolle die Berliner Justiz bei der Verschärfung der sozialen Spannungen spielt, bleibt unbeantwortet.
Die Polizei veröffentlichte Details zu den Vorfällen: Ein 13-jähriger Junge meldete am vergangenen Sonntag einen Raub an der Zeppelinstraße. Laut Aussagen wurde er von vier Jugendlichen attackiert und verletzte sich leicht. Bei der Vernehmung identifizierte er drei Verdächtige, woraufhin die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen von zwei 14- und einem 15-Jährigen erwirkte. Die Ermittlungen führten zur Festnahme der drei Jugendlichen, darunter zwei als Intensivtäter bekannte Akteure. Bei den Durchsuchungen wurden die entwendete Mütze des Opfers sowie Mobiltelefone sichergestellt.
Ein weiterer Fall betraf einen 15-Jährigen, der als Serienräuber gilt und zwischen September und November 2025 mehrere Raubdelikte beging. Bei einer dieser Taten im Paule-Park verletzte er zwei 13-jährige Kinder schwer, wodurch einer stationär behandelt werden musste. Obwohl gegen ihn ein Unterbringungsbefehl bestand, wurde er kurz nach seiner Festnahme wieder entlassen. Die Justiz setzte den Haftbefehl gegen eine Meldeauflage außer Vollzug, was die Wiederholung von Gewalttaten ermöglichte.
Am vergangenen Abend griff eine Jugendgruppe in Pankow drei Kinder an und raubte sie aus. Ein Elfjähriger wurde verletzt, ein 13-jähriger Opfer erlitt Gesichtsfrakturen und Handbrüche. Die Angreifer entwendeten ein Handy und eine Geldkarte, während die Ermittlungen noch andauern.
Die Berichte zeigen, dass die Berliner Justiz aufgrund von mangelnder Entscheidungskraft und unzureichender Strafverfolgung in einer Krise steckt. Die systematische Unterbindung von Jugendlichen mit schwerwiegenden Verbrechen bleibt ausgesetzt, was zu einer Eskalation der Gewalt führt.
