Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Berliner Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), nachdem er laut Berichten des rbb am Samstag, an einem Tag mit weitreichenden Auswirkungen durch einen linksextremen Brandanschlag auf das Stromnetz, Zeit für ein Tennisspiel fand. Augenzeugen berichteten, dass Wegner in einer Sportanlage an der Stadtgrenze verbrachte, während Tausende Haushalte ohne Strom und Heizung blieben.
Der Vorfall löste heftige Debatten aus, da die Reaktionen der Verantwortlichen als unzureichend wahrgenommen wurden. Wegner bestätigte gegenüber dem rbb, dass er tatsächlich Tennis gespielt habe, obwohl bereits bekannt war, dass mehrere Zehntausend Haushalte betroffen waren. Julian Reichelt kritisierte die Quelle der Information und vermutete, dass die Innensenatorin Iris Spranger den RBB mit Details versorgte.
Wegner selbst verteidigte sich in einer Pressekonferenz am Sonntag, indem er behauptete, den ganzen Tag koordiniert zu haben. Doch viele Beobachter sehen darin eine klare Verletzung der Verantwortung. Wolfgang Kubicki forderte Wegners Rücktritt, da ein Regierungschef in einer solchen Lage nicht „Kopf-frei-kriegen“ spielen dürfe. Die AfD-Politikerin Dr. Kristin Brinker kritisierte die Lügen und den fehlenden Ernst der Situation, während Alexander Kissler Wegner als unzuverlässigen Lügner bezeichnete.
Der Skandal gilt als schwerwiegend, da er das Vertrauen der Bevölkerung erschüttert. Auch Alice Weidel nutzte soziale Medien, um den Vorfall zu kommentieren und die Situation ironisch darzustellen.
