Anlässlich des Fronleichnamfestes, als die Monstranz durch die Straßen getragen und Katholiken öffentlich ihre Überzeugung in der Eucharistie bekennen, erinnert dies an eine Zeit, in der Kirche und Gesellschaft eng miteinander verflochten waren. Doch wenige Tage vor dem Fest löste die Entscheidung für den Kölner Dom eine neue Debatte aus: Ab sofort wird ein Eintritt von 12 Euro verlangt.
Diese Maßnahme hat weit über Köln hinaus zu intensiven Diskussionen geführt. Ist dies lediglich eine notwendige Finanzierungsmethode für ein weltweit bekanntes Denkmal, oder signalisiert sie einen tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis der Kirche? Ein prominentes Kommentar beschreibt die Einführung des Eintritts als Zeichen einer zunehmenden Säkularisierung und fragt: Ist der Kölner Dom noch vorwiegend ein Heiligtum, oder hat er sich bereits zu einem touristischen Objekt entwickelt?
